Länderspiele
Länderspiele

-

Freitag, 11.11.2011

-

Deutschland-Cup 2011
Es begann für uns bereits mit einer beschwerlichen Anreise, einem unplanmäßigen Umstieg in Köln, die halbe Strecke stehend im Gang, weil der Zug überfüllt war (nicht nur, dass der IC, mit dem wir bis Mannheim hätten fahren sollen, soviel Verspätung hatte,


dass den Fahrgästen mit einem Anschlußzug der Umstieg in Köln nahegelegt worden war, dann kam der ICE 515 auch nur mit einem Wagen statt wie freitags üblich in doppelter Länge). Irgendwann aber kamen wir in München an, fuhren 1 Station mit der S-Bahn zu unserem Hotel. Kurz die Taschen umgepackt und schon ging es wieder los zur Halle. Wir kamen gerade recht, um den ersten Torjubel zu vernehmen - im Spiel Slowakei gegen die europäische US-Auswahl (weil alle Spieler Team USA in Europäischen Ligen spielen) hatte Miklik in der 10. Min.


John Curry (Hamburg Freezers) überwunden. Das Mitteldrittel verflachte etwas, Tore wollten auch nicht fallen. Das änderte sich im Schlussabschnitt, die Amerikaner wollten natürlich nicht gleich am ersten Spieltag eine Niederlage hinnehmen und stemmten sich dagegen. Team Slowakia allerdings wollte sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen, und erneut zur Drittelmitte war derselle Spieler wie beim 1:0 erfolgreich, Miklik kann den Abpraller ins lange Eck heben (49. Min.).


Auch die Herausnahme des US-Goalies zugunsten eines 6. Feldspielers bei eigener Überzahl sowie eine quasi 6-3 Überzahl durch eine weitere Strafe gegen die Slowaken in der letzten Spielminute brachte den Amerikanern kein Erfolgserlebnis mehr ein. Insgesamt war es schwierig, hier die entsprechenden Akteure zu erkennen und zu benennen - so hatten die Amerikaner zwar fortlaufenden Nummern auf dem Rücken und Namen auf den Schultern, von vorne oder der Seite jedoch gar nichts. Bei den Scxhweizern war es auch nicht besser: Namen unten und die Trikots oftmals in der Hose.... Ich plädiere stark dafür, dass Nummern auch von vorne zu erkennen sein müssen, die Namen im Schulterbereich stehen und die Trikots per Fightstrap befestigt sein müssen, dass die nicht immer in die Hose rutschen!!! - In den nachfolgenden Spielen und auch an den deutschen goldenen Trikots war es übrigens nicht besser!
Als beste Spieler wurden Michel Miklik (SVK) und Marty Sertich (USA) geehrt.

-

Mission Titelverteidigung erfolgreich gestartet

Das DEB-Team startete am Freitag Abend unter Neu-Bundestrainer Jakob Kölliker mit einem Sieg in den diesjährigen Deutschland-Cup. Gegen eine technisch starke und schnelle schweizer Mannschaft tat sich das deutsche Team zunächst schwer, entschied aber im zweiten Drittel das Spiel.

Die Hip-Hop-Pausenmusik wurde von den zahlreichen deutschen Fans mit Pfiffen kommentiert, ebenso wie die Ankündigung, dass Roland Aumüller die Partie leiten würde (zusammen mit seinem schweizer Kollegen Didier Massy.

Im zweiten Spiel des Deutschland-Cups 2011 traf die DEB-Auswahl auf Lieblingsgegner Schweiz, gegen die es zwar nie leicht war, in den vergangenen 3 Turnierbegegnungen aber erfolgreich für Deutschland. Nach einer frühen Chance für Greilinger und Hager setzten sich mehr und mehr die Eidgenossen im Angriffsdrittel fest.


Eine Überzahlsituation konnten die Deutschen nicht nutzen, zu ungenau kamen meist die Pässe, die Schweizer standen dicht am Mann und ließen ihren Gegner kaum in die Aufstellung kommen. Ein erneuter Scheibenverlust an der blauen Linie war doppelt ärgerlich, konnte doch Kevin Romy das Spielgerät aufnehmen, ins Angriffsdrittel tragen und gar Dimitri Pätzold im DEB-Tor tunneln (6. Min.), 6 Sekunden vor dem Ende der deutschen Überzahl! In der Folgezeit hatten Brunner und Loeffel den 2. Treffer auf der Kelle, gegenüber kamen Reimer, Hospelt, Pietta dem Ausgleich nahe, doch es blieb bei der knappen schweizer Führung zur Pause.  
Im zweiten Durchgang agierten die Gastgeber in den goldenen Glückstrikots zielstrebiger und druckvoller, jetzt wurde auch gerne mal einer der schnellen Spieler Hospelt, Reimer, Gogulla auf die Reise geschickt. Auch die Verteidiger kamen vermehrt zu Torschüssen.


Dass der Ausgleich zur Spielmitte fiel, war aber eher Zufall: Rankel trug die Scheibe ins Angriffsdrittel, dort kreuzte Hospelt seinen Weg, und kurzfristig sah es hier wie ein Missverständnis aus, dass nämlich gar keiner den Puck spielen würde. Das hatte sich wohl auch der schweizer Goalie Genoni gedacht und ließ das Spielgerät passieren (31. Min.). Auch hier wollte man schnell weitere Treffer nachlegen (Gogulla, Reimer, Goc, Hospelt, selbst Reul). Gefährlich wurden die Eidgenossen aber immer wieder durch Konter, hier sei einmal Brunner erwähnt, der seinen Gegenspieler eiskalt stehen ließ und Pätzold prüfte (37. Min.). Kurz vor der zweiten Sirene stand Reimer frei an der blauen Linie, doch beim Schuß brach ihm der Schläger, und die Scheibe verhungerte im Angriffsdrittel. Gogulla schaltete am schnellsten, und schon zappelte das Spielgerät doch noch in den Maschen (39. Min.). Damit ging Team Germany nun mit einer Führung in die zweite Pause.
Aus selbiger kam die Kölliker-Truppe mit einem Frühstart - nach dem Bully ging es direkt in die Angriffszone, die Scheibe kam zu Niki Goc an der blauen Linie, und dieser zog direkt ab zum 3:1 (41. Min.). Das konnten die Schweizer nicht auf sich sitzen lassen und verstärkten ihrerseits wieder den Druck. Die heute auffälligste Formation von Trainer Sean Simpson stellte die deutsche Abwehr und auch Goalie Pätzold immer wieder vor Probleme, und in der 46. Min. war es dann soweit - Bykov bediente Sprunger aus der Hintertorposition, der Puck rutschte Pätzold über die Schulter und dann über die rote Linie.


Rankel, Fischer, Kohl hätten die Führung wieder auf den 2-Tore-Abstand stellen können, auch Hager in eigener Unterzahl, doch dann hieß es wieder Sprunger, Plüss, Sprunger, Bykov, Sprunger, und Pätzold musste sich strecken, um die Scheibe einzufrieren. Gerangel um das Tor brachte Strafen auf beiden Seiten, allerdings mit einer Unterzahl für Team Germany. 90 Sekunden vor dem Ende und noch immer in Überzahl nahm Simpson seine Auszeit und den Goalie vom Eis. Dreimal quergespielt und zum Entsetzen der Mehrzahl der 4500 Zuschauer in der Olympiahalle zappelte die Scheibe im Netz zum vermeintlichen Ausgleich. Allerdings hatten die Schiedsrichter ein Torraumabseits gesehen und verweigertem dem Ausgleichstreffer die Anerkennung. Ein Befreiungsschuss landete nur Millimeter neben dem Pfosten des leeren schweizer Tores. Gogulla kehrte von der Strafbank zurück, wurde mit einem weiten Pass bedient und dann knapp neben dem leeren Tor zu Fall gebracht. Statt einer Strafe oder eines Strafschusses erkannte das Schiedsrichtergespann gleich auf "technisches" Tor, der Treffer wurde Gogulla gutgeschrieben (60. Min.).
Kölliker zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit dem Sieg und dem Team. Man habe um die Stärken der Schweizer gewußt und musste sehr hart arbeiten, um nicht unter die Räder zu kommen.
Das Spiel Deutschland - Schweiz 4:2 (0:1 / 2:0 / 2:1)
Tore: 0:1 (5:23) Romy 4-5; 1:1 (30:27) Rankel (Hospelt); 2:1 (38:05) Gogulla (P. Reimer, Kohl); 3:1 (40:12) Goc; 3:2 (45:36) Sprunger (Bykov, Plüss); 4:2 (59:39) Gogulla ENG
Schüsse: 33:26
Strafen: GER 14 + Diszi Goc; SUI 14
Zuschauer: 4500
Schiedsrichter: Aumüller (GER), Massy (SUI)
Es spielten: Deutschland - Pätzold - Kohl, Hördler; Lavallee, N. Goc; Schubert, Petermann; Reul, Fischer - Mauer, Greilinger, Hager; Wolf, Hospelt, Rankel; Flaake, Kink, Wörle; P. Reimer, Pietta, Gogulla
Schweiz - Genoni - Chiesa, von Gunten; Loeffel, Blum; Ramholt, Grossmann; Gobbi, Wellinger - Monnet, Schnyder, Brunner; Plüss, Bykov, Sprunger; Bodenmann, Moser, Romy; Rubin, Trachsler, Wieser
Zu den besten Spielern wurden gewählt:
Schweiz - Leonardo Genoni (ich hätte Julien Sprunger benannt)
Deutschland - Kai Hospelt

-

Das Fotoalbum vom ersten Tag beim Deutschland-Cup 2011 gibt es HIER

 

 

Samstag, 12.11.2011

 


Der Samstag fing mit einem Fan-Frühschoppen an - ab 10 Uhr trafen sich die Icehopper-Gemeinde und weitere Eishockeyfans aus allen Teilen der Republik in Schwabing in der "Clemensburg" zum feucht-fröhlichen Einstimmen auf den heutigen Spieltag...


Und da Wirtin Sonja am Vortage Geburtstag hatte, haben sich die Fans um Organisator Dirk mit einem Deutschland-Trikot bei ihr bedankt, auf dem jeder mit seinem Verein unterschrieben hat (hatte sie doch im Vorjahr beim ersten Frühschoppen noch ein wenig Bammel, ob das wohl gutginge mit gut 100 Fans aus allen Lagern - naja, sie kannte vorher halt nur Fuppes-Fans und noch keine Hockeyverrückten...)

-

Alle Fotos vom Fan-Frühschoppen und weitere Fan-Fotos gibt es HIER

-


Mit einfachem Hockey zum Sieg

Deutschland tat sich in seinem zweiten Spiel beim diesjährigen Deutschland-Cup gegen einfach spielende Slowaken sehr schwer und musste die erste Niederlage einstecken.
Von Beginn an spielten beide Teams offensiv nach vorne, vor des Gegners Kasten kamen dabei aber öfter die Slowaken. So standen Chancen von Bartovic, Lusnak und Mihalik gerade eine durch Petermann gegenüber.


Und in der 9. Spielminute musste Goalie Jochen Reimer zum ersten Male hinter sich greifen, als ein haltbarer Schuss von Starosta an seinem Schoner entlang ins Tor trudelte. Hager, Lavallee, Gogulla hatten den Ausgleich auf dem Schläger, doch Goalie Hudacek hatte etwas dagegen. Ein Scheibenverlust an der blauen Linie, Fischer wurde von Hudacek überlaufen, dieser legte quer auf Tybor (14. Min.). Zum Drittelende hin kam Team Germany zu einem Powerplay, die Slowaken ließen sie aber kaum in die Aufstellung kommen. Erst eine weitere Strafe verschaffte den Deutschen den nötigen Platz, Fischer scheiterte zunächst, die Scheibe ging rechts neben das Tor zu Hospelt, quer durch den Torraum, wo Wolf mit der Direktabnahme die Scheibe in die Maschen zauberte (20. Min.). Die restliche Strafzeit, die bis ins 2. Drittel andauerte, konnten die Slowaken jedoch wieder erfolgreich verteidigen.
Dass Wolf mit einem weiten Pass bedient, am Abschluss jedoch gehindert wurde und einen Penalty zugesprochen bekam, ließ Hoffnung auf den baldigen Ausgleich aufkommen, doch Wolf scheiterte an des Goalies Reaktion und hohem Bein (25. Min.).


Dass aus zwei weiteren Überzahlsituationen nichts gemacht werden konnte, auch nicht mit einer Kombination aus 4 Stürmern und 1 Verteidiger, rächte sich später, verdeckt durch den eigenen Mann und einen deutschen Verteidiger konnte Marcel Hossa Reimer gegen Ende des mittleren Drittels überwinden (39. Min.).
Auch im Schlussabschnitt zeigten sich die Slowaken als das abgeklärtere und eingespieltere Team, Pässe in irgendwelche Schlittschuhe oder Schneeverwehungen wurden schneller von slowakischen Schlägern wieder ins Spiel gebracht. Umso größer war der Jubel der deutschen Fans, als Pietta erst den Bauerntrick ansetzte, die Scheibe hoch zur Linie gab, von wo Niki Goc den Onetimer humorlos am Goalie vorbeischoss (44. Min.). Doch die Freude kam zu früh, die anschließende Strafe gegen Dennis Reul konnte Bartovic von der Blauen verkürzen, wieder war Reimer die Sicht versperrt (45. Min.). Damit nicht genug, 43 Sekunden später segelte ein Schuss von Miklik über Reimers Fanghand. Die heute zahlreicheren slowakischen Fans hat´s gefreut. Als man schon befürchtete, das deutsche Team würde sich auf Schadensbegrenzung konzentrieren, traf Schubert das Glas hinter dem Tor, Hospelt versuchte sich, der Abpraller kam zum aufgerückten Fischer, der ins Tor einschieben konnte (53. Min.). Sollte hier doch noch etwas drin sein?


Pietta auf Mann, Rankel neben das Tor, bei Überzahl Greilinger von der Blauen, Fischer zielte neben das Tor, Schubert verzog ebenfalls, Hager verlor die Scheibe, doch Jochen Reimer blieb Sieger gegen Hovorka. Nach einer Auszeit wartete Jochen Reimer auf ein Zeichen seines seines Trainers, um das Eis für einen weiteren feldspieler zu räumen, doch es kam anders. In einer 2 auf 0 Situation tauchten Tybor und Hossa im Angriffsdrittel auf, Goc versuchte noch sich langzumachen und die Scheibe wegzuspitzeln, doch es half nichts gegen den letzten Einschlag heute (59. Min.), der auch das Endergebnis bedeutete.

So gerne wir ja Jochen Reimer mögen - die Nationalmannschaft scheint nicht sein Ding zu sein. Zumindest erwischt er in seinen wenigen (Einzel-) Einsätzen irgendwie nicht den besten Tag - und schon ist die Chance wieder futsch, schade! Dass wir ihn, oder Patrick oder Simon Danner nach einem Spiel nicht vor das Mikro bekamen, ist sehr schade, aber die Mixed-Zone war im Vergleich zur WM sehr begrenzt vom Platz und auch von der Zeit her, da sind wir nicht durch- und drangekommen.

Damit haben die Slowaken nunmehr vor dem morgigen Spiel gegen die Schweiz schon quasi einen Matchball, und Team Germany nur noch eine theoretische Chance auf den Turniersieg.
Das Spiel Deutschland - Slowakei 3:6 (1:2 / 0:1 / 2:3)
Tore: 0:1 (8:31) Starosta (Skoliak); 0:2 (15:22) Tybor (Hudacek, Kudroc); 1:2 (19:22) Wolf (Hospelt, Schubert) 5-3; 1:3 (38:16) Hossa (Baranka, Skoliak); 2:3 (43:55) Goc (Pietta); 2:4 (44:50) Bartovic 5-4; 2:5 (45:33) Miklik (Bliznak); 3:5 (52:26) Fischer (Rankel, Hospelt); 3:6 (58:49) Hossa (Tybor, Kudroc)
Schüsse: 47:41
Strafen: 8:10
Schiedsrichter: Jablukov (GER), Massy (SUI)
Es spielten: GER - Jochen Reimer - Lavallee, Niki Goc; Schubert, Petermann; Schoper, Hördler; Reul, Fischer - Wolf, Hospelt, Rankel; Kink, Danner, Wörle; Greilinger, hager, Mauer; Patrick Reimer, Pietta, Gogulla
SVK - Hudacek - Granak, Stehlik; Baranka, Starosta; Sersen, Mihalik; Kudroc, Mikus - Kukumberg, Hovorka, Bartovic; Skoliak, Lusnak, Marcel Hossa; Muklik, Bliznak, Hascak; Tybor, Mikus, Hudacek
Als beste Spieler wurden geehrt:
Niki Goc (GER) und Roman Kukumberg (SVK)

-

Abends stand das Spiel Schweiz gegen USA auf dem Programm. Von Beginn an entwickelte sich ein munteres Spielchen mit frühen Toren. Zunächst Sertich mit seinem "durch-die-Schoner-Schieber" in der 2. Minute (und das, obwohl der schweizer Goalie fast den ganzen Torraum ausfüllte), gerade eine Minute später überlief Brunner Jeremy Dehner und brachte seinerseits den eigenen Rebound durch Mann und Maus im überfüllten Torkreis in den Maschen unter. Aller guten Dinge sind 3, so nutzte der Schweizer Trachsler den vermehrten Platz bei Strafen auf beiden Seiten für einen schnellen Vorstoß, anschließenden Pass quer durch den Torraum, den Wieser um den Pfosten drückte (5. Min.). Und Brunner hatte einen weiteren Treffer für die Schweiz auf der Kelle, doch er schoss nur eine Beule ins Torgestänge. Als die Schiedsrichter das Spiel unterbrachen, weil die Schweiz zuviele Spieler auf dem Eis hatte, mussten die Eidgenossen ungläubig erste einmal die Köpfe durchzählen...


Auch die Legionären-Auswahl spielte nach vorn, doch gut gemeinte Aktionen und Kombinationen bieben mit Fortdauer des Spiels vermehr in Schneewehen hängen. Auch im mittleren Drittel passierte lange Zeit nichts Zählbares, Sprunger (SUI) auf dem Weg zum Tor wurde von 2 Mann in die Zange genommen, Brunner (SUI) versuchte es von der Blauen, Meyer (USA) und Rubin (SUI) gerieten in kleinere Handgemenge. Eine gute Chance hatte Sergio Somma (USA), der aus der Hintertorposition bedient über die Scheibe schlug.Besser machte es Salcido (36. Min.). Einen harten Check mußte der Schweizer Ramholt einstecken, er konnte aber nach kurzer Unterbrechung eigenständig die Bank erreichen. Auf die Strafbank mussten kurz vor der Pause Sprunger (SUI) und Meyer (USA). Unentschieden ging es in die zweite Pause. Das dritte Drittel wurde ruppiger, das Schiedsrichtergespann musste mehrere Sportartwechsel unterbinden. Für die Statistik konnten hier nur eine Vermehrung auf dem Strafzeitenkonto vermerkt werden aber trotz 13:16 Torschüsse keine Treffer. In der letztn Minute warfen die Amerikaner nochmals alles nach vorn, die Schweizer hatten sich offenbar mit Punkteteilung abgefunden und ließen nach Befreiung die letzten Sekunden runterlaufen. So musste die 5-minütige Overtime her, hier hatten die Eidgenossen ein leichtes Übergewicht, auch wenn sie mit Bykov noch eine Strafe kassierten. Eine Entscheidung wollte aber nicht fallen. Und während die Eismaschine die Mittelbahnen abzog, wurde das Penaltyschießen ausgelost, für die USA begann Schremp, der es zu schön machen wollte und das Spielgerät an den Pfosten daddelte. Damien Brunner machte es besser und traf.


Die beiden nächsten Schüsse (Sertich USA und Sprunger SUI) wurden gehalten, und als der letzte Schütze für Team USA, Lasch, die Scheibe unterwegs verlor, ging der Zusatzpunkt in die Alpen.
Stats Schweiz-USA:
Tore: 0:1 (1:13) Sertich (Somma); 1:1 (2:14) Brunner (Romy); 2:1 (4:59) Wieser (Trachsler) 4-4; 2:2 (35:50) Salcido (Lasch, Somma); 3:2 (65:00) Brunner GWG
Schüsse: 39:37
Strafen: (24:22)
Schiedsrichter: Bauer / Brill
Zuschauer: 4500
 -

Alle Fotos vom 2. Tag beim Deutschland-Cup findet Ihr HIE



 

Sonntag, 13.11.2011

-

Mit weißer Weste zum Turniersieg
Punktverlustfrei nach 3 Spielen heißt der Turniersieger des diesjährigen Deutschland-Cups bereits vor dem letzten Spiel Team Slovakia. Zwar hatte die Schweiz im ersten Abschnitt vorgelegt und konnte durch fehlerfreieLleistung ihres 2. Schlussmannes die Führung lange festhalten, doch im Schlussabschnitt drehte sich das Bild. Die Slowaken gewannen durch die Tore von Hossa und Hudacek verdient Spiel und Turnier.
Vor halbleerer Halle fand am Sonntag Mittag bereits das erste der beiden Endspiele statt, zwei Busse Schweizer Fans saß einem Block Slowaken gegenüber. Entsprechend war die Stimmungsverteilung. Den Eidgenossen auf dem Eis merkte man an, dass sie sich im Turnierverlauf eingespielt haben und dass sie mehr als die bisherigen 2 Punkte mit nach hause nehmen wollten. Mit hohem Tempo starteten sie ihre Aktionen, vom rechten Bullykreis zog Pestoni ab, unhaltbar für Hamerlik im slowakischen Tor (12. Min.). Sprunger und Brunner wollten direkt nachlegen, verpassten aber. Schrecksekunde in der 15. Spielminute: Bartovic mit Speed in die Zone und bis in den Goalie (nicht ganz freiwillig), aber ohne Torerfolg. Allerdings blieb der schweizer Goalie Manzato am Boden und musste danach mit Betreuern das Spiel verlassen. Kalt kam Berra ins Spiel, wurde 2, 3 Male warmgeschossen - vom Gegner versteht sich, bevor sich ein freundlicher Kollege ständig vor ihn stellte und die Schüsse blockte und wegräumte.


Diese Taktik führten die Eidgenossen auch im Mittelabschnitt weiter, dass die Slowaken schier verzweifelten, besonders wieder Bartovic, der sehr oft den Treffer versuchte. Spektakulär konnte Berra aber auch - mit einem Hechtsprung nach vorn rettete er gegen Bartovic (34. Min.) und mit einer eingesprungenen Faustabwehr gegen Hascak (38. Min.). Auf der anderen Seite versuchte sich Sprunger mit dem Bauerntrick. Auch im Schlussabschnitt waren eigentlich die Slowaken am Drücker, bis auf ein paar Konter der Eidgenossen. Mühe wird am Ende belohnt - so konnte sich Mikus an der Bande die Scheibe erobern, an die Blaue zurücklegen, wo Marcel Hossa goldrichtig stand und den Ausgleich in die Maschen jagte (44. Min.).


Jetzt hatte sich die Slowakei festgesetzt. Ein paar Fehlpässe brachten die Schweizer auch noch einmal auf den Plan, doch Plüss und Grossmann scheiterten. Aus einem weiteren siegreich absolvierten Bandenzwei- bis -vierkampf resultierte dann der Siegtreffer, und wieder kam der Schuss aus der Mitte, ging durch zwei Verteidiger hindurch (Hudacek, 50. Min.). Ein weiteres Anrennen auf beiden Seiten brachte keine Ergebnisänderung mehr, auch die Herausnahme des schweizer Goalies für die letzten 120 Sekunden und einen weiteren Feldspieler.


So durften sich die Slowaken über einen weitern Sieg und den Gewinn des Deutschland-Cups freuen und feiern lassen.
Die Platzierung der Schweiz steht erst nach dem zweiten Spiel des Tages, USA-GER, fest.  
Das Spiel SVK-SUI 2:1 (0:1 / 0:0 / 2:0)
Tore: 0:1 (11:56) Pestoni (Chiesa); 1:1 (43:09) Hossa (Mikus); 2:1 (49:24) Hudacek (Hovorka, Miklik)
Schüsse: 37:40
Strafen: 6:6
Schiedsrichter: Bauer (GER), Jablukov (GER)
Als beste Spieler wurden Peter Hamelik (SVK) und Tim Ramholt (SUI) geehrt.
 

-

Deutschland sichert sich mit zweitem Sieg den 2. Platz
Zum Finale des Deutschland-Cup 2011 traf das deutsche Team auf die US-Auswahl der Europa-Legionäre. In einem spannenden Spiel hielt Danny aus den Birken im mittleren Abschnitt eine knappe Führung fest, Kink mit dem Empty Netter setzte den Schlusspunkt.
Erneut spielte die US-Auswahl souverän auf, doch das Team von Jakob Kölliker hatte gerade im ersten Abschnitt das Heft in der Hand. Allerdings war der amerikanische Schlussmann John Curry bestens aufgelegt und machte jegliche Chance zunichte. Nachdem das deutsche Team eine Unterzahlsituation unbeschadet überstanden hatte, konnte sich Hospelt eine im Mitteleis verhungerte Scheibe schnappen und Curry dann doch auf dem falschen Fuss erwischen (19. Min.).
Im Mittelabschnitt drängten die Amerikaner auf den Ausgleich, Aus den Birken musste gegen Werner und Ross retten, gegenüber verzog Kink in das Fangnetz, Hospelt traf die Scheibe nicht richtig. Gefährlich schoss Little aus der Drehung, und Aus den Birken mußte sich ganz lang machen, um den Puck einzufrieren.


Brenzlig wurde es auch, als Team Germany für 20 Sekunden mit 2 Mann weniger auf dem Eis stand - Lasch spielte vor dem Tor quer, Schremp verpasste, Elkins setzte die Scheibe neben den Pfosten. Eine weite Befreiung vom US-Goalie (seit der Mitte des Spiels stand Chris Holt zwischen den Pfosten) landete im Mitteleis passend im Schläger von Kink, doch er konnte die Situation nicht wirklich ausnutzen. Fast mit der Sirene versuchte noch Petermann, das Spielgerät ins Tor zu stolpern. Es blieb beim Versuch.
Und was Team USA im Mittelabschnitt nicht geschafft hatte, glückte Lasch zu Beginn des dritten, als Wolf auf der Strafbank saß. Diesmal hatte ein weiter Pass des Goalies den richtigen Mitspieler getroffen (42. Min.). Das Spiel war wieder offen, und Deutschland musste die Zügel und das Tempo wieder anziehen. Es musste ein Powerplay her, Wolf, Hospelt und Gogulla waren die Stürmer, die sich im Angriffsdrittel festsetzten,


Hospelt spielte hinter dem Tor entlang zu Gogulla, der wiederum quer durch den Torraum, wo Wolf am langen Pfosten einschussbereit stand, doch er musste gar nicht mehr eingreifen, denn US-Verteidiger Klubertanz bekam die Scheibe ans Bein... (53. Min.). Als Team USA in den Schlussminuten den Goalie für den 6. Feldspieler vom Eis nahm, konnte Kohl die Scheibe aus dem Drittel befördern, Kink machte sich auf den Weg, umspielte einen Gegner, der sich ihm in den Weg werfen wollte, und trug die Scheibe höchstpersönlich bis ins leere gegnerische Tor (59. Min.).


Damit hat sich Deutschland zwar nicht zum dritten Mal den Pokal geholt aber einen guten zweiten Platz im Turnier erreicht.
Das Spiel USA-Deutschland 1:3 (0:1 / 0:0 / 1:2)
Tore: 0:1 (18:33) Hospelt (Rankel); 1:1 (42:17) Lasch (Wozniewski, Holt) 5-4; 1:2 (52:07) Gogulla (Hospelt, Wolf) 5-4; 1:3 (58:56) Kink (Kohl) ENG
Schüsse: 30:39
Strafen: 8:12
Schiedsrichter: Aumüller / Massy
Zuschauer: 7.300
Beste Spieler: Freddy Meyer (USA) und Danny Aus den Birken (GER)

-

Alle Fotos vom 3. Tag beim D-Cup findet Ihr HIER       

-


Montag, 25.4.2011

-

Generalprobe misslungen – gutes Omen für die kommende WM?

Am Ostermontag traf das deutsche Nationalteam mit Noch-Bundestrainer Uwe Krupp in der Kölner Lanxess-Arena zum letzten Vorbereitungsspiel vor der WM auf den punktgleichen Tabellennachbarn der Weltrangliste Weißrussland.

Krupp konnte bereits die „Nachkömmlinge“ aus den DEL-PlayOffs mit integrieren, da Berlin die Wolfsburger ja „gesweept“ hatte; somit standen auch Braun, Hördler, Rankel, Hospelt (und Jochen Reimer) zur Verfügung und im Aufgebot.

Sehr früh musste Team Germany in Unterzahl agieren, kam hier durch Tripp und Schütz,

sowie etwas später Patrick Reimer und Kreutzer sogar zu erfolgversprechenden Kontern, doch Gästegoalie Mezin und der Pfosten hatten etwas gegen einen frühen Rückstand. NHL-Spieler Grabovski (Toronto) zeigte mehrfach seine Gefährlichkeit, doch auch sein Einschlag konnte erfolgreich verhindert werden. Als die Weißrussen sich durch 2 Strafen kurz nacheinander für 90 Sekunden doppelt dezimierten, konnte das deutsche Team zunächst etwas Druck aufbauen, bis das Schiedsrichtergespann zunächst wegen Torraumabseits unterbrechen musste und anschließend nochmals wegen Abseits. So war der Schwung dahin und die Überzahl vertan. Da auch die Gäste ihre Chancen nicht verwerten konnten, ging es unentschieden in die erste Pause.

In der Pause stellten wir fest, dass wir uns ja richtig heimisch fühlten – so mit abgehängtem Oberrang und großen Lücken im Zuschauerrund... Es sollen allerdings 7730 Zuschauer beim Spiel gewesen sein, was man an der Stimmung leider nicht wirklich wahrgenommen hat.

Den zweiten Abschnitt begannen die Gäste druckvoller und zielgerichteter – zunächst konnte Stas völlig unbedrängt den Puck ins Angriffsdrittel tragen und auf den ebenfalls ungedeckten Demagin legen, 2 Spieler (von 8), die ihr tägliches Brot bei Dinamo Minsk in der KHL verdienen. Es ging dann etwas zügiger hin und her, optisch mit den passenderen Szenen für die in rot spielenden Weißrussen. Gogulla mit schnellem Konter (30. Min.), doch beim Rebound war das Tor verschoben. Gegenüber machte sich Stas auf und davon, Hospelt konnte nur hinterherlaufen, konnte Stas aber doch irgendwie abdrängen, zumindest dass er nicht zum Schuss kam und statt dessen selbst im Tor landete.

Es war wieder die „Düsseldorf-Reihe“ zusammen und auf dem Eis (Krupp ließ die Verteidiger-Pärchen anders durchwechseln als die Sturmreihen) mit Kreutzer, P. Reimer, A. Barta (der würde doch auch zur DEG passen!?!) sowie den Ex-DEG-Verteidigern Holzer und Dietrich. Diese Reihe machte grad richtig Alarm, und auf einmal war auch so etwas wie Stimmung wahrzunehmen in der Halle. Den Schwung nahm der nächste Wechsel mit, trocken knallte Hördler den Puck von links von der Blauen in den Winkel (33. Min.), beim nächsten Bully hatten gar Ullmann und Greilinger den 2. Treffer auf den Kellen. Hätte man machen können und müssen.

Statt dessen konnten die Gäste im Gegenzug schnell das Mitteleis überwinden, mit einem weiten Pass die Seite wechseln, und Grabovski ebenfalls trocken und in den Winkel den Ausgleich erzielen, ganze 55 Sekunden nach der deutschen Führung. Zur Pause verabschiedete der Hallensprecher die Zuschauer in den Umlauf mit den Worten „aber das Spiel macht Spaß, die Jungs kämpfen richtig gut, und es ist eine tolle Stimmung hier“ - nun, der Sprecher war entweder in einem anderen Film oder zumindest nicht bei den Vorbereitungsspielen in Bremerhaven und Nordhorn!

Nach der Pause wollte das deutsche Team schnell wieder vorlegen, doch Rankel, Ullmann und Müller scheiterten nacheinander an Goalie Mezin, bevor Goc das Team durch eine Strafe reduzierte. Und als in dieser Unterzahl auch noch Kreutzer auf die Strafbank musste, zeigten die Gäste, wie man so etwas ausnutzt – Grabovski benötigte ganze 23 Sekunden, um das Netz ein zweites Mal zappeln zu lassen. Doch damit nicht genug – auch Kreutzer durfte das Sünderbänkchen frühzeitig verlassen, denn in dieser Strafe rappelte es nochmals hinter Endras, der in diesem Fall durch Freund und Feind dicht um den Torkreis in Sicht und Bewegung etwas eingeschränkt war (Stepanov, 45. Min.). Team weiß (Deutschland) zeigte sich nur kurzfristig geschockt, die Reihe um Center Barta war wieder gut im Schwung und Hördler vom Wechsel zur Blauen gesprintet, um den Puck drinzuhalten, doch als er abziehen wollte, wurde das Spiel abgepfiffen – weil die Gäste mit 6 Feldspielern auf dem Eis waren. Muss dann sofort das Spiel unterbrochen werden? Dass die Schiedsrichter einen aber auch immer wieder vor Rätsel stellen müssen... Nachdem Fischer nur das Außennetz traf, Kreutzer gar mit blindem Pass einen Gegenangriff einleitete,

Reimer, Braun, Wolf erneut scheiterten, kann man sich denken, dass auch dieses Überzahlspiel nichts Zählbares auf den Würfel brachte. Es zeigte sich auch, dass hier eben vielleicht Pärchen clubweise zusammenspielten (im Gegensatz zu z.B. 8 x Dinamo Minsk im Nationalteam Weißrusslands) und von daher gut gedachte Spielzüge verpufften, wie Holzers weiter Pass an die gegnerische Blaue auf Kreutzer, der auf den ins Drittel eindringenden Barta weiterlegte. Dass Barta den Puck dann aber zurücklegen wollte auf Höhe Bullykreis, hätte er besser vorher mit Kreutzer vereinbaren sollen, denn der Passempfänger stand eben nicht dort. Hospelt, Wolf, Holzer, Braun, Reimer – keinem wollte der Anschluss gelingen, zwischendurch tauchten die Gäste wieder gefährlich vor Endras auf (Stepanov, 56. Min.). Als sich Mikhalyov für 2 + 10 Min. abkühlen durfte, setzte Barta seinen Schuss übers Tor, doch der nächste Schuss ging – an den Innenpfosten?

Nach kleiner Bambule hinter dem Tor forderte Assistenzkapitän Braun die Schiedsrichter auf, das Video anzuschauen, doch Piechaczek und Brill konnten den Puck nicht hinter der Linie entdecken. Allerdings musste ein weiterer Weißrusse in die Kühlbox – warum es dann Bully außerhalb gab, wissen sicher auch nur die Schiedsrichter. Sobald der Puck sicher in deutschen Reihen war, verließ Endras in Windeseile seinen Kasten für einen 6. Feldspieler, Wolf legte den Puck quer durch den Torraum und Hospelt jubelte. Doch erneut ging das Schiedsrichtergespann zur Zeitlupe – um diesen Treffer dann zu geben (59. Min.). Endras bekam Bewegung – rein ins Tor, raus aus dem Tor und jetzt 6 deutsche Feldspieler gegen 4 Weißrussen, gegen 5 Weißrussen, Reimer, Gogulla, Schütz, Müller, Fischer, Braun mit einem Feuerwerk gegen Mezin und den gegnerischen Kasten und gegen die Zeit, die jetzt viel zu schnell herunter tickte.

Damit ist die Generalprobe etwas in die Hose gegangen, doch ist es nicht ein gängiger Aberglaube, dass dann die Aufführungen, wenn es „ernst“ ist, ein rauschender Erfolg werden?

Verteidiger Korbinian Holzer meinte nach dem Spiel, dass er zuversichtlich auf die WM blicke, allerdings müsse auch alles stimmen und passen, dass man erfolgreich spielen kann.

Bundestrainer Krupp hat einen guten Kampf des Teams gesehen und eine kontinuierliche Steigerung in den Testspielen, heute allerdings habe man klar durch schlechtes Powerplay verloren. Auf eine Prognose über das Abschneiden bei der WM ließ er sich nicht ein, das erste Ziel ist wie immer das Erreichen der Zwischenrunde. Und der aktuelle Kader (incl. der heute nicht eingesetzten Kink und Jochen Reimer) fliege morgen nach Bratislava, wer letztlich spiele, wird sich dort entscheiden. Auch potentielle Nachrücker aus der NHL hätte er gerne dabei, diese sollen sich aber primär um die eigenen PlayOffs kümmern.


Stats:

1:0 Rankel (32:00 Min.)

1:1 Grabovski (32:55 Min.)

1:2 Grabovski (43:55 Min.) PP2

1:3 Stepanov (44:17 Min.) PP1

2:3 Hospelt (58:07 Min.) PP2 + 6. Feldspieler

Schüsse: 37:20 (sagt die offizielle Statistik)

Strafen: 12:24 Min.

Schiedsrichter: Piechaczek, Brill

Zuschauer: 7730

 

-

Alle Fotos vom Vorbereitungsspiel Deutschland - Weißrussland findet Ihr HIER

-

-

Samstag, 12.2.2011

Im letzten Spiel dieses hochklassig besetzten 5-Nationen-Turniers traf die deutsche U-19 Nationalmannschaft auf den Nachwuchs aus der Schweiz und unterlag mit 1:5 (1:1 / 0:3 / 0:1).
Facebook sei Dank! So hatte ich vor ca. 2 Wochen durch Thomas überhaupt von diesem Turnier, das in Mannheim stattfand, erfahren. Es folgte eine Zeit der Suche nach Mitfahrern bzw. einer Mitfahrgelegenheit. Monika aus Köln konnte ich überzeugen, und so trafen wir uns um 10:30 Uhr an der KA2 und starteten durch nach Mannheim. Pünktlich trafen wir an der SAP2 ein, kein Eintritt, keine Kontrollen, keine Parkplatzgebühr. Wir suchten uns Plätze - weder die Glasumrandung noch das Licht sind sehr geeignet für hochwertige Fotos (aber der heutige Fotograf - also ich - ja auch nicht unbedingt). Nach dem Aufwärmen deutet Mathias bereits an, dass unser Auto auf dem Rückweg sicher sehr beladen sei - ist immerhin nur ein kleiner Viersitzer! Aber ich hatte es ja unseren Düsseldorfer Spielern angeboten. Unsere U19 umfasst fast den kompletten Jahrgang 1992 - von Niklas Clusen (DEG, 1.1.) bis hin zu Yasin Ehliz (Bad Tölz, 30.12.) und besteht aus 3 Spielern aus Düsseldorf, 4 x Köln, 5 x Heilbronn/Mannheim, 2 x Krefeld, 2 x Bad Tölz, 2 x Landshut, 2 x Füssen und 2 x Berlin. Zur Nationalhymne vor dem Spiel habe ich es natürlich vor lauter Quatscherei verpasst, mich richtig (fototechnisch gesehen) zu postieren....

Dann geht das Spiel los - und irgendwie stehe ich anscheinend immer auf der falschen Seite! Im ersten Drittel habe ich noch das DEB-Trikot Klaus Kathan umgebunden, welches bei den letzten beiden Deutschland-Cups immer Glück, nämlich 2 Male den Turniersieg gebracht hat. In der ersten Pause lege ich das Trikot ab, weil es zu lästig ist - hm, ja ich bin schuld, ich geb´s zu!!! Nun zum Spiel:
Im ersten Abschnitt legten die Eisgenossen (in roten Trikots) ein hohes Tempo vor und schnürten die DEB-Auswahl (weiße Trikots) teilweise regelrecht im Drittel ein, zur Drittelmitte gar jubeln die Eidgenossen über ein vermeintliches erstes Tor, das allerdings per Schlittschuh erzielt worden und daher ungültig war. Vier Minuten später die erste Schrecksekunde, als ein Schweizer Spieler nach einem Check am Boden bleibt - die fachkundigen fotografierenden Zuschauer an der Bande befürchteten bereits eine Spieldauer für Manuel Strodel (DEG), doch dieser kam mit einer 2+10 davon, der gefoulte Lukas Willi konnte auch selbstständig zur Bank fahren.

Jubeln durften dann die Anhänger von Team Germany - etwas aus dem Gewühl heraus konnte Yannik Baier (Füssen) den Puck in den Maschen unterbringen (18. Min.). Diese Führung hielt allerdings nicht lange - 58 Sekunden vor der ersten Sirene durfte erneut ein deutscher Spieler (Thomas Supis - Berlin) auf der Strafbank Platz nehmen, doch nicht für lange, denn Samuel Walser ist nach nur 14 Sekunden aus spitzem Winkel erfolgreich. Unentschieden geht es in die Pause.
Team Germany beginnt den Mittelabschnitt in Unterzahl, ist jedoch wieder vollzählig, als der Puck im Mitteleis abgefangen wird, und der Schweizer Lars Neher alleine über links ins Drittel fahren und Mathias Niederberger (DEG), der erneut den Vorzug vor seinem Altersgenossen Basti Kinader aus Köln bekommen hatte, im deutschen Kasten über die Fanghand düpieren kann (25. Min.). Nach knapp 28 gespielten Minuten gibt es die erste Strafe gegen die Eidgenossen, doch sie stehen gut und aggressiv in Unterzahl, dass das Team von Bundestrainer Ernst Höfner nicht wirklich ein Bein auf die Erde oder besser gesagt ins Angriffsdrittel kriegt.

Wieder komplett sind die Rothemden erneut schnell im deutschen Verteidigungsdrittel, und die Verteidigung tut sich schwer, den Puck unter Kontrolle zu bekommen. Kay Leunenberger darf sich dann auch den nächsten Treffer für die Alpenbewohner aufs Konto schreiben lassen (35. Min.). Und als wär das nicht genug, erhöht Samuel Walser mit seinem zweiten Treffer am heutigen Tag und in diesem Turnier den Spielstand auf 4:1 (38. Min.). So sah das Spiel des deutschen Teams in diesem Abschnitt zwar besser aus als im ersten, die Tore jedoch machten die Gegner.
Im Schlussdrittel kommt zwar Team Germany etwas häufiger vor des Gegners Tor (z.B. Moosberger, Strodel), allein etwas Zählbares kam nicht dabei heraus. Kapitän Dominik Bittner (Heilbronn) bekommt im Verteidigungsdrittel einen Puck ins Gesicht, und in der nachfolgenden Verwirrung hat sich das Team noch nicht ganz sortiert, als es nochmals hinter Niederberger im Kasten klingelt (Gatan Haas, 47. Min.).

Nach einigen Minuten kann auch Bittner wieder mitmischen und hat seinen Stick nicht ganz unter Kontrolle und Schulterhöhe - weil sein Konterpart Florin Gerber zu Boden ging und blutete, war damit für den deutschen Kapitän das Spiel beendet, und Team Germany musste die letzten Minuten mit nur vier Feldspielern arbeiten. Zu einer Ergebnisveränderung führte das jedoch nicht mehr.
Insgesamt geht der Sieg der Schweiz voll in Ordnung, eine um zwei Tore geringere Differenz hätte es aber auch getan. Der Schweiz jedoch muss man bescheinigen, dass sie schneller unterwegs war und auch die größere Passsicherheit und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor zeigte. Für Team Germany hatte man sich sicher nach dem Spiel auf Augenhöhe mit den Finnen am Vortag, das nur knapp in der Verlängerung verloren wurde und die beste Turnierleistung des deutschen Nachwuchses gezeigt hatte, das eine oder andere Tor mehr und auch ggf. Punkte gegen die Schweizer ausgerechnet....


Am Ende wurden die besten Spieler geehrt (Goalie Niederberger auf deutscher Seite sowie Gatan Haas auf Seiten der Eidgenossen), und Team Suisse bekam einen Pokal für den 2. Platz. Für Gastgeber Deutschland blieb nur ein Shake Hands auf dem Blechplatz.

-

Stats:
0:1 (17:51 Min.) Baier (Merl, Mapes)
1:1 (19:16 Min.) Walser PP1
2:1 (24:23 Min.) Neher (Kühni)
3:1 (34:40 Min.) Leuenberger (Ronchetti, Willi)
4:1 (37:16 Min.) Walser (Kühni)
5:1 (46:53 Min.) Haas (Cavegn)
Strafen: SUI - 4 Min., GER - 15 Min + 10 Min. Strodel + SD Bittner
Schiedsrichter: Bastian Haupt
Zuschauer: 212

-

Sieger bei diesem Turnier wurde in beeindruckender Manier Schweden. Die Tre Kronors dominierten praktisch in jedem Spiel, mit Ausnahme der Partie gegen Tschechien. So verwundert es auch nicht, dass es ausnahmslos Schweden sind, die in der Scorerwertung die ersten acht Plätze für sich verbuchen.

-

Die Ergebnisse:

CZE - FIN      3:2
GER - SWE   0:11
GER - CZE    1:4
SUI - SWE    0:10
SWE - CZE   6:5
FIN - SUI      5:0
CZE - SUI     1:2
FIN - GER     5:4 n.V.
SWE - FIN    5:1
SUI - GER    5:1

-

Abschlusstabelle:

1. SWE   12 Pkt.  32:6 Tore
2. SUI       6 Pkt.  7:17 Tore
3. CZE      6 Pkt.  13:11 Tore
4. FIN       5 Pkt.  13:12 Tore
5. GER      1 Pkt.    6:25 Tore

 

-

Alle Fotos des U19 Spiels in Mannheim gegen die Schweiz gibt es HIER

-

 

 

 

 

 

-

 

 

                                            Counter