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In 2012 anstehende Weltmeisterschaften im Seniorenbereich Herren (in Klammern aktueller Weltranglistenplatz):
Top-Division 4.-20.Mai 2012
Gruppe A - Stockholm/Schweden: Russland (1), Schweden (3), Tschechien (5), Deutschland (8), Norwegen (9), Lettland (12), Dänemark (13), Italien (17)
Gruppe B - Helsinki/Finnland: Finnland (2), Canada (4), USA (6), Schweiz (7), Slowakei (10), Weissrussland (11), Frankreich (14), Kazachstan (16)
Division I Gruppe A 15.-21.April 2012
Ljubljana/Slownien: Österreich (15), Slowenien (18), Ukraine (19), Ungarn (20), Großbritannien (21), Japan (22)
Division I Gruppe B 15.-21.April 2012
Krynica/Polen: Polen (23), Litauen (24), Niederlande (25), Rumänien (28), Korea (31), Australien (34)
Division II Gruppe A 12.-18.April 2012
Reykjavik/Island: Estland (26), Kroatien (27), Spanien (29), Serbien (30), Island (36), Neuseeland (38)
Division II Gruppe B 2.-8.April 2012
Sofia/Bulgarien: Bulgarien (32), Mexiko (33), Belgien (35), China (39), Israel (40), Südafrika (42)
Division III 15.-21.April 2012
Erzurum/Türkei: Türkei (37), Irland (41), Luxemburg (43), Griechenland (44), DPR Korea (45), Mongolei (46)
Die Teams von Vereinigte Arabische Emirate (47) und Bosnien Herzegovina (48) nehmen dieses Jahr an keiner Weltmeisterschaft teil.
Nach den geänderten Regularien steigen die jeweils Letztplatzierten der Vorrunde in Stockholm und Helsinki ohne weitere Relegationsspiele in IA ab. Die beiden Bestplatzierten aus IA steigen in die Top-Division auf. Aus allen anderen Gruppen steigt der jeweils Bestplatzierte in die nächsthöhere Gruppe auf, der letzte Platz ist jeweils mit dem Abstieg in die folgende Gruppe verbunden....
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U20 WM 2012 - 11. (14.) - 17.12.2011 Garmisch-Partenkirchen-
Ein paar Tagen Resturlaub galt es noch zu "verbraten" - und was liegt da näher, als mal eben nach Garmisch zu fahren zur U20 WM??? Naja, so nah ist das ja nicht, nach ca. 700 km erreichten wir am Mittwoch unsere kleine FeWo, leider gibt es keinen Schnee. Aber wir sind ja eh über weite Tagesteile im Olympia-Eissportzentrum...

Am 4. Spieltag hatte mittags Weissrussland auch keine Probleme mit Großbritannien, man war den Westeuropäern läuferisch und stocktechnisch über weite Strecken mehr als überlegen. Weissrussland ließ beim 10:2 gar noch einige Hochkaräter an Chancen liegen,

kam auch in Überzahl nur ein einziges Mal zum Erfolg. Die blaugedresseden Briten fanden spät, erst im Schlussabschnitt ins Spiel und konnten diesen ausgeglichen gestalten, was aber angesichts der bereits mehr als drückenden Führung letztlich ein hoffnungsloses Unterfangen war. Dem verletzten Spieler der Briten, der ohne Fremdeinwirkung hinter dem Tor zusammengebrochen war und mit der Trage vom Eis gebracht werden musste, gute Besserung!
Ergebnis: GBR - BLR 2:10 (0:2 / 0:6 / 2:2)
Schüsse: 11:40
Strafen: 16:12
Zuschauer: 84
Nachmittags spielten Norwegen und Österreich gegeneinander. Norwegen spielte in den dunklen Trikots, und wenn nicht eh meine Affinität zu Norge wäre (seit Tommy Jakobsen und "unseren Wikingern" bei der DEG), hätte ich schon von den Trikots her zu denen gehalten - obwohl Team Germany die Norweger ja erst noch schlagen muss, da müßte man von der Turnier-Tabelle ja eher für Österreich sein ;-)
Das Endergebnis von 5:2 spiegelte nicht ganz den Spielverlauf wieder... Waren im ersten Abschnitt die rot gekleideten Wikinger tonangebend und führten bis zur Pause folgerichtig 3:0), wobei sie sogar eine lange 3-5 Unterzahl schadlos überstanden hatten, konnten sie dieses Tempo und die Spritzigkeit im Mitteldrittel nicht fortführen und die Führung ausbauen. Erneut aber zeigten sich Schwächen bei den Unparteiischen (und das sah nicht nur ich so - hinter mir saß eine Gruppe britischer Eltern/Fans, die meinten "the referee is strange"). Zur Spielmitte kamen die Österreicher in Überzahl zum Anschlusstreffer, der ihnen im wahrsten Sinne Flügel verlieh.

Und sie konnten in einem Alleingang noch weiter herankommen. Mit einem Blitzstart kam Norge aus der Kabine, stocherte die Scheibe in Unterzahl über den Strich, doch die Jungs aus der Alpenrepublik blieben druckvoll - gefühlte 18 Mal musste Norwegens Goalie eingreifen. Und er hielt den Vorsprung fest, bis 105 Sekunden vor der finalen Sirene in Überzahl die Scheibe bei seinem Gegenüber über die Linie gestochert war zum Endstand.
Ergebnis: NOR-AUT 5:2 (3:0 / 0:2 / 2:0)
Schüsse: 22:43 (12:10 / 6:13 / 4:20)
Strafen: 30:16
Zuschauer: 177
Im Abendspiel traf Team Germany auf die Kollegen aus Slowenien, und es wurde das "erwartet schwere Spiel", wie Bundestrainer Ernst Höfner nach dem Spiel zu Protokoll gab. Dass am Ende doch noch ein 5:2 Sieg heraussprang, ist vielleicht etwas zu hoch, nach der konsequenten Steigerung im Schlussdrittel jedoch nicht unverdient.
Von Beginn an ließen die Slowenen das deutsche Team kaum ins Spiel kommen; begünstigt durch eine sehr frühe Strafe, die man nicht unbedingt geben musste,

gingen sie gar in der 2. Spielminute in Führung. Es bedurfte einer doppelten Überzahl, damit der Ausgleich fiel (Noebels, 16. Min.). Statt in der verbliebenen Reststrafzeit die Führung zu erziehlen, wurde wieder ein deutscher Spieler bestraft, doch gerade als Slowenien wieder komplett war, musste deren Goalie erneut hinter sich greifen (Latta, 17. in Unterzahl). Die Freude währte nicht lange, in der 19. fiel der Ausgleich, der auch der Pausenstand war.
Im mittleren Abschnitt versuchten beide Teams, ein Spiel aufzuziehen, Slowenien bestrafte jeden Puckverlust mit eigenem Konter, es wurde hart in den Banden gearbeitet, doch ein Treffer wollte auf keiner Seite fallen.

Im Schlussabschnitt warf Deutschland nochmals alles nach vorne, entwickelte jetzt wirklich Druck - und wurde belohnt, Gelke prügelte die Scheibe zur Vorentscheidung in die Maschen (50.). Slowenien versuchte sich ein ums andere Mal zu befreien, blieb aber letztlich vor allem gegen Goalie Mathias Niederberger ohne Chance. Dass Keil in der vorletzten Spielminute aus Kurzdistanz erfolgreich war, war dann schon nicht ganz dem Spielverlauf folgend. Gorazd Drinovec, der slowenische Trainer, setzte danach alles auf eine Karte, nahm den Goalie vom Eis für den 6. Feldspieler, doch das Momentum lag nun eindeutig auf deutscher Seite, und so konnte Noebels mit seiner Befreiung nach dem ersten Tor auch das letzte Tor der Partie für sich verbuchen (60.) und wurde verdientermaßen zum besten Spieler von Team Gernmany ausgezeichnet.

Das Spiel GER - SLO: 5:2 (2:2 / 0:0. / 3:0)
Tore: 0:1 (1:55) Koren (Stebih, Leber) 5-4; 1:1 (15:30) Noebels (Elsner, Abeltshauser) 5-3; 2:1 (16:30) Latta (Krämmer, Abeltshauser) 4-5; 2:2 (18:11) Cimzar (Pesut, Kopitar); 3:2 (49:06) Gelke (Pfoderl, Merl); 4:2 (58:38) Keil (Noebels, Höfflin); 5:2 (59:53) Noebels (Niederberger) ENG
Schüsse: 40:29 (15:13 / 16:8 / 9:8)
Strafen: 14:8
Schiedsrichter: Maksym Urda (UKR)
Zuschauer: 1011
Es spielten: GER - Niederberger -Zerressen, Abeltshauser; Renner, Mapes; Haase, Supis; Keller, Kronthaler - Pauli, Elsner, Rieder; Höfflin, Noebels, Keil; Pfoderl, Gelke, Merl; Uvira, Latta, Krämmer
SLO - Gracnar - Repe, Stebih; Podlipnik, Cerkovnik; Logar M., Kuzman; Logar L., Zajsek - Bizalj, Leber, Koren; Cimzar, Pesut, Kopitar; Pejsak, Kalan, Koblar; Dovic, Zdesar, Zupan
Alle Fotos von unserem 1. Tag bei der U20 WM gibt es HIER
Am Donnerstag gab es nur ein Spiel bei der U20 WM, so konnten wir den Mittag und Nachmittag dazu nutzen, ein wenig in der Fußgängerzone und zum Weihnachtsmarkt zu bummeln.

Leider war das Wetter nicht so wirklich gut, und wir waren froh, dass wir uns vor Spielbeginn in der Stadionkneipe SCR-Stüberl noch aufwärmen und trocknen konnten...
Deutschland musste heute den Tabellenletzten Großbritannien schlagen, um weiterhin den Platz an der Sonne behaupten zu können. Die Briten setzten in diesem Prestige-Duell alles daran, sich nicht überrollen zu lassen, verdarben dem DEB-Team am Ende gar den SO, Sekunden vor der Sirene.
Bundestrainer Höfner schonte heute Pauli und Haase und spielte so mit 3 Verteidiger-Pärchen. Das Team benötigte einige Zeit, um eine gewisse Sicherheit in ihr Spiel zu bringen, auch wenn Noebels früh den ersten Treffer verzeichnen konnte (4. Min.). Mathias Niederberger im DEB-Tor jedenfalls musste auch die ganze Spielzeit über hellwach bleiben, lauerten die Gegner doch vor allem auf Fehler und Kontermöglichkeiten. Gefallen hat das deutsche Penaltykilling - da wurde in den wenigen Situationen so gut wie überhaupt nichts zugelassen. Auf der anderen Seite tanzte Rieder die komplette Verteidigung und Goalie Hadfield aus zum 2:0 (13.). Ein Doppelschlag "für die Galerie" stellte eigentlich dann schon die Weichen auf Sieg - Keller verdeckt von der Blauen an das Plexi hinter dem Tor, Merl brachte den Rückpraller nicht nur unter Kontrolle sondern auch noch aus spitzem Winkel am Goalie vorbei (16.), knapp 30 Sekunden später Höfflin fast mit einem Verlegenheitsschuss und unter Zuhilfenahme der Latte aus dem Bullykreis.

Nachdem zu Beginn des Mitteldrittels erst Elsner, dann Mapes aussichtsreiche Gelegenheiten nicht nutzen konnten, machten es Merl und Pfoderl mit dem Querpass vor dem Tor besser (23.). Als "Fail des Tages" zeigte sich eine Zuschauerin: eine Scheibe hatte das Spielfeld verlassen und landete in der fünften Sitzplatzreihe. Ein paar Kids freuten sich schon, doch die Zuschauerin überlegte kurz - und warf den Puck zurück auf das Eis... Eine eigentlich versprungene Scheibe holte sich Latta zurück, täuschte einen Bauerntrick an und versenkte zum 6:0 (30.). Die Briten nahmen zur Spielmitte quasi eine mentale Auszeit und kurz nacheinander zwei ihrer insgesamt drei Strafen des Spiels, was natürlich betraft wurde, Elsners Hammer von der Blauen ging zwar auf den Mann, rutschte aber wohl dem Goalie doch noch aus den Fängen und über die Linie (31.). Ein weiteres Powerplay der Briten wurde erfolgreich "gekillt", die letzte Minute des Drittels gehörte fast den Insulanern, doch Niederberger war nicht zu überwinden.
In der 2. Drittelpause hatte ich eine Begegnung der besonderen Art: Ich trug heute mal mein rot-grünes Mooseheads-Trikot spazieren, hatte vorher schon zwei Jungs zugewunken, die ein weißes Mooseheads-Trikot und ein DEB-Abeltshauser-Trikot trugen, als mich leicht von hinten eine Frau ansprach "do you speak German?" und wissen wollte, woher ich das Trikot habe (WM 2008). Weil ihr Sohn ja in Halifax spiele - war das die Mutter von Konrad Abeltshauser ;-) Cool! Konrad selbst will ich ja am letzten Spieltag vor die Kamera "zerren" - wofür Facebook alles gut ist...

Im Schlussabschnitt durfte dann Jimmy Hertel das Tor der Deutschen hüten, und auch er konnte alles entschärfen, das auf seinen Kasten kam (Chong, Bowley). Nachden Supis den Gegengoalie zu einem Fanghandsave herausgefordert hatte, konnte Elsner ein Abeltshauser-Zuspiel durch die Hosenträger schieben (45.). Danach brachte man kurzfristig die Weißen mit dem Löwen auf der Brust durch sich häufende Fehlpässe ins eigene Verteidigungsdrittel, doch das Tor fiel wieder auf der anderen Seite (Keller versenkte den Abpraller, 49.). Und es wurde sogar zweistellig, als Team Germany die letzte britische Unterzahl zum 10. Treffer ausnutzen konnte (Elsner, 56.), und genau 60 Sekunden später gar Latta auf 11:0 erhöhte. Dass Connolly in der Schlussminute im Gewühl vor dem deutschen Tor die Scheibe noch über die Linie gestochert hat, und damit den Ehrentreffer für Großbritannien erzielte, hatte der Goalie zwar nicht so gesehen, aber der Treffer wurde gegeben.
So lautete das Endergebnis 11:1 - und Team Germany steht einsam an der Tabellenspitze - zumindest einsam bis morgen,wenn die anderen vier Teams spielen...
Das Spiel GER - GBR: 11:1 (4:0 / 3:0 / 4:1)
Tore: 1:0 (3:42) Noebels (Höfflin, Keil); 2:0 (12:24) Rieder (Höfflin, Abeltshauser); 3:0 (15:35) Merl (Keller); 4:0 (16:03) Höfflin (Abeltshauser, Keil); 5:0 (22:08) Pfoderl (Merl, Gelke); 6:0 (29:22) Latta (Supis); 7:0 (30:06) Elsner (Aberltshauser, Rieder) 5-3; 8:0 (44:15) Krämmer (Elsner, Rieder); 9:0 (48:20) Keller (Elsner, Krämmer); 10:0 (55:13) Elsner (Rieder, Krämmer) 5-4; 11:0 (56:13) Latta (Noebels); 11:1 (59:06) Connolly (Lewis, Chong)
Schüsse: 51:19 (19:7 / 15:6 / 17:6)
Strafen: 8:6
Schiedsrichter: Alexandre Bourreau (FRA)
Zuschauer: 815

Best Players: Jamie Chilcott (GBR), Konrad Abeltshauser (GER)
Es spielten: GER - Niederberger (ab 40:01 Hertel) - Zerressen, Abeltshauser; Renner,Mapes; Keller, Kronthaler - Elsner, Krämmer, Rieder; Höfflin, Noebels, Keil; Pfoderl, Gelke, Merl; Supis, Uvira, Latta
GBR - Hadfield - Scott, Swindlehurst; Chalmers, Chilcott; Sullivan, Green - Melachrino, Ward, Musil; Connolly, Chong, Lewis; Ferrara, Bowley, Watkins; Brittle, Soar, Hirst, Sykes
Alle Fotos von unserem 2. Tag (Do) bei der U20 WM gibt es HIER
Heute (Fr) ging es erst am Nachmittag los, so konnten wir im Gasthof Rassen noch ein verspätetes Mittagessen einnehmen,

bevor wir uns wieder in die Halle begaben. In Spiel 11 trafen Weißrussland (2.) und Österreich (5.) aufeinander. Das Ergebnis von 6:2 (3:1 / 1:1 / 2:0) entspricht nicht ganz dem Spielverlauf, am Tabellenstand ändert sich damit nichts.
Mit einem Frühstart setzten die Weissrussen bereits in der 1. Spielminute ein Ausrufezeichen (Leonov), legten nur fünf Minuten später nach (Graborenko, 6.), doch Österreich hatte zumindest auf den zweiten Treffer die postwendende Antwort (Komarek, 6.). Österreich zeigte gutes Penaltykilling und ließ fast keine Chance zu. Auf nicht verwertete Möglichkeiten der Alpenländler folgte zum Drittelende etwas überraschend der dritte Treffer für Belarus (Lopachuk, 20.). Auf einen weiteren weissrussischen Treffer im Mittelabschnitt (Skabelka, 27.) hatte Team Austria wiederum eine schnelle Antwort (Macierzynski, 28.), doch das sollte nicht alles gewesen sein. Da auch die Osteuropäer ein gutes Penaltykilling zeigten, konnte Österreich das kleine Strafenplus gegen den Gegner nicht in Zählbares ummünzen.

Ein dummer Wechselfehler in eigener Drangphase brachte das Team um Kapitän Pöck aus der Spur, und die Weissrussen konnten die Tore fünf(Parfeyenvets, 56., PP1) und direkt anschliessend sechs (Khuzeyev, 57.) für sich verbuchen, wobei dem Überzahltreffer (5.) eigentlich die Anerkennung hätte verweigert werden müssen, da dem ein Abpraller von der Goaliemaske vorangegangen war.
Österreich hat nun am Samstag ein echtes Endspiel gegen den Abstieg (Gegner GBR), wohingegen es für die Weissrussen nur noch um die Platzierung geht (gegen SLO).
Anschließend trafen mit Slowenien (4.) und Norwegen (3.) zwei Teams aufeinander, die ein Spiel auf Augenhöhe ablieferten. Waren im ersten Abschnitt die Teams gleichwertig und konnten jeweils in Überzahl einen Treffer erzielen, so kamen die jungen Wikinger mit mehr Elan aus der Kabine, und Knutsen versenkte seinen eigenen Abpraller (21.).

Zur Spielmitte konnten die Nordmänner ein Powerplay zum dritten Tor nutzen (Reichenberg, 31.). In der zweiten Spielhälfte machten sich die Slowenen das Leben selbst schwer mit ein paar unnötigen Strafzeiten, und wenn sie komplett auf dem Eis waren, kam auch noch Pech und mangelndes Scheibenglück hinzu, den Goalie der Norweger nicht zu vergessen. Der Wikingertreffer zu Beginn des Schlussdrittels (Danielsen, 42.), wieder in Überzahl stellte bereits das Endergebnis dar,

denn was die Slowenen auch versuchten, ihre Pässe landeten in gegnerischen Kellen, eigenen Schlittschuhkufen oder im Niemandsland, Torschüsse am Plexi, Außennetz oder beim Goalie.
Damit hat Team Norge am Samstag im Spiel gegen Deutschland die Hand am Turniersieg, Slowenien spielt gegen Weissrussland nur noch um die Platzierung.
Alle Fotos von unserem 3. Tag (Fr.) bei der U20 WM gibt es HIER
In der Nacht zu Samstag hatte es geschneit, so war morgens alles weiß, auch die Luft, da keine Sonne zu sehen war, auch die Berge waren in Schnee-Nebel gehüllt. Da machte es dann nichts, dass wir den ganzen tag in der Halle zubrachten...
Am Finaltag konnte zunächst Österreich in einem spannenden Spiel Großbritannien niederringen und somit den Abstieg vermeiden. Im anschließenden Platzierungsspiel konnten die Weissrussen ihre technische Überlegenheit nicht zum Sieg bringen, Slowenien setzte Kampf und Willen dagegen, erzwang die Verlängerung. Im Penaltyschießen traf als einziger Schütze Sloweniens Kapitän Gaspar Kopitar.

Das erste Drittel im Spiel AUT-GBR war zerfahren auf beiden Seiten mit einigen unnötigen Strafzeiten. Im mittleren Abschnitt nutzten die Briten eine doppelte Überzahl zum Führungstreffer (Melachrino, 26. Min.). Danach aber drehte Österreich auf, war bis zum Ende die tonangebende Mannschaft und scheiterte zunächst an sich selbst, konnte aber vor Drittelende den Ausgleich erzielen (Sternat, 37.).

Im Powerplay gelang der Führungstreffer für Team Austria (Bischofberger, 49.), und gerade als die Briten nochmals zulegen wollten, machte Österreichs Gohringer mit einem Heber über den Goalie alles klar (55.).
AUT-GBR 3:1 (0:0/1:1/2:0)
Schüsse: 34:16
Strafen: 14:18
Schiedsrichter: Robert Mullner (SVK)
Zuschauer: 142
Best Players Spiel: GBR - Declan Ryan, AUT - Johannes Bischofberger
Best Players Turnier: GBR - Jack Musil, AUT - Patrick Obrist
Das Nachmittagsspiel war zwar ohne wirkliche Bedeutung, optisch aber recht gut anzuschauen.

So waren über weite Strecken die Weissrussen tonangebend, gingen bereits früh in Führung (Leonov, 6. Min.). Ein Powerplay zum Drittelende brachte den Slowenen den Ausgleich (Koren, 19.). Sowohl Mittelabschnitt als auch der dritte blieben torlos, gleiches galt für die Overtime. Im Penaltyschiessen konnten die jeweils ersten 3 Schützen ihren Matchpuck nicht verwandel, im zweiten Durchgang scheiterte zunächst Loparchuk (BLR),

ehe Kopitar den Zusatzpunkt für Team Slowenija sicherte.
Das Spiel SLO - BLR 2:1 (1:1/0:0/0:0/0:0/1:0)
Schüsse: 22:40 (7:19/9:7/2:11/3:3)
Strafen: 2:10
Schiedsrichter: Maksym Urda (UKR)
Zuschauer: 231

Best Players Spiel: BLR - Roman Graborenko, SLO - Rok Leber
Best Players Turnier: BLR - Roman Graborenko, SLO - Gasper Kopitar
Im letzten Spiel des Turniers hieß es hopp oder topp - der Sieger der Partie Norwegen - Deutschland hätte den Wieder-Aufstieg in die A-Gruppe geschafft. Nach 2:0 Führung Deutschlands, einem Doppelschlag der Norweger binnen 61 Sekunden sowie einem Kraftakt in den letzten 5 Spielminuten (und 3 Toren Deutschlands) war es geschafft: Deutschland ist ungeschlagen Turniersieger und schafft damit auf Anhieb den Wiederaufstieg in die Top-Division.
Es war das erwartet enge Match gegen den stärksten Gegner des Turniers. Am Anfang ein Abtasten mit Chancen auf beiden Seiten.

Mit einem Sturmlauf konnte Pfoderl die Scheibe zur 1:0 Führung im norwegischen Kasten versenken (17. Min.). Ein Blitzstart ins Mitteldrittel bei eigener Unterzahl legte Team Germany hin. Rieder mit der Scheibe an der Bande entlang zog ins Angriffsdrittel, legte quer auf den mitgelaufenen Pauli, der die deutsche Führung erhöhen konnte (21.). Doch die Wikinger steckten nicht auf und setzten Verteidiger und schlußendlich Mathias Niederberger im Kasten gehörig unter Druck, was schließlich auch von Erfolg gekrönt war (Setsaas, 37.), als die Verteidigung sich nicht ganz einig war. So ging es ins Schlussdrittel. Norwegen mit Druck, denn denen half nur ein Sieg, Deutschland jedoch spielte auch nach vorne, konnte aber keinen weiteren Treffer erzielen. So kam es, wie so oft in diesem Sport - Niederberger konnte den ersten Schuss blocken, doch dann war die Scheibe doch an ihm vorbei - Ausgleich (Knutsen, 46.).

Hätte Team Germany ja auch gereicht für den Turniersieg. Doch es sollte schlimmer kommen. Man zeigte sich tatsächlich etwas geschockt und verunsichert, und so war auch der nächste Schuss ein Treffer nach Scheibenverlust an der gegnerischen Blauen (Trettenes, 47.). Nachdem sich die WM-Ausrichter wieder gefangen hatten, ging es zügig hin und her, es wurden auf deutscher Seite wieder Chancen kreiert, die jedoch zunächst noch zu ungenau waren. Das Publikum wurde laut und gab den Team noch einen zusätzlichen Schub. Und nachdem man auch eine Unterzahl schadlos überstanden hatte, die Wikinger Sesaas, Tretenes und Olden gescheitert waren, war es der Kapitän himself, der sich ein Herz und die Scheibe packte, weit ins Angriffsdrittel zog und aus spitzem Winkel den erneuten Ausgleich herstellte (Abeltshauser, 56.). Jetzt galt es, die letzten 5 Minuten zu überstehen. Und da Angriff nun einmal die beste Verteidigung ist - und Norwegen durch zwei Strafzeiten kurz nacheinander den Deutschen in die Karten spielte, konnte Elsner mit einem Strahl aus der Halbdistanz den 4. Treffer erzielen (58.),

bevor er nochmals 26 Sekunden später zum Endstand von 5:3 für Deutschland einschießen konnte. Auch wenn Haga und Valde nochmals vor Niederberger auftauchten, ließ man nichts mehr anbrennen. Die letzten Sekunden wurden runtergezählt, dann kannte der Jubel keine Grenzen.

Es folgten auf dem Eis die Ehrungen sämtlicher an der Organisation und Durchführung der WM maßgeblich Beteiligten, der MVP und schließlich die Medaillenvergabe.... Dass anschließend die Norweger mit hängenden Köpfen das Eis verließen, ist nur zu verständlich und nachvollziehbar!
Das Spiel Norwegen - Deutschland 3:5 (0:1 / 1:1 / 2:3)
Tore: 0:1 (16:12) Pfoderl; 0:2 (20:29) Pauli (Rieder) 4-5; 1:2 (36:33) Setsaas (Danielsen, Haaland); 2:2 (35:03) Knutsen (Olden) bei angezeigter Strafe; 3:2 (36:04) Trettenes (Setsaas, Juell); 3:3 (55:05) Abeltshauser (Rieder); 3:4 (57:48) Elsner (Pfoderl, Rieder) 5-3; 3:5 (58:14) Elsner (Rieder, Pauli) 5-4
Strafen: 8:10
Schiedsrichter: Tobias Bjork (SWE)
Zuschauer: 1628
Best Players / Spiel: Lars Volden (NOR), Nico Krämmer (GER)
Best Players / Turnier: Magnus Hoff (NOR), Konrad Abeltshauser (GER)
Als Turnier-MVP wurden ausgezeichnet:
Goalie: Mathias Niederberger / GER
Verteidiger: Konrad Abeltshauser / GER
Stürmer: Sondre Olden / NOR
Die Platzierungen nach dem Turnier:
1. Deutschland 2. Weissrussland 3. Norwegen 4. Slowenien 5. Österreich 6. Großbritannien - damit ist Deutschland in die A-Gruppe aufgestiegen und spielt nächstes Jahr un Ufa / Russland. Großbritannien startet in der Gruppe B-2
Alle Fotos von unserem 4. Tag (Sa.) bei der U20 WM gibt es HIER
Da bereits die nächsten Weltmeisterschaften quasi "vor der Tür" stehen (April und Mai 2012), findet Ihr hier von der letztjährigen A-WM in Bratislava nur noch die Finaltage...
Fotoalben sind aber noch über "Links" verfügbar
16. Tag – Sonntag, 15. Mai 2011
Das ist er dann also – der Finaltag! Damit aber auch unser letzter Arbeitstag hier, der letzte Besuch in der Arena, das letzte Mal Eishockey in dieser Saison...
Wie erwähnt machen wir uns frühzeitig auf den Weg wegen der Fotografen-Besprechung, was aber auch den Vorteil hat, dass wir mit Sicherheit noch einen Platz an den Tischen aussuchen können. Machen wir auch, unseren geliebten Platz am Kopfende einer Reihe. Und wir waren einen ganzen Tag nicht im Internet, so was geht ja mal überhaupt nicht ;-). Im Breefing ging es dann nur um das Vorgehen bei der Siegerehrung nach den Spielen. Dabei werden auch noch spezielle „Ceremony-Cards“ ausgegeben. Ice Level Karten muss man sich aber trotzdem besorgen... Und da sag mal einer, dass sich bei uns tot-bürokratisiert wird ;-)
Vor dem ersten Spiel, das heute um 16 Uhr beginnt, statten wir nochmals dem Chinesen einen Besuch ab und können dort im Fernsehen den Bericht des Sportsenders über den letzten WM-Titel der Slowaken sehen, tja, schade dass sie es diesmal nicht geschafft haben (wäre aber von der Leistung her auch nicht verdient gewesen).
Tschechen gewinnen verdientermaßen die Bronzemedaille
Bratislava - In einem rasanten Spiel um den 3. Platz benötigten die Tschechen 28 Schüsse für 7 Torerfolge und (z)erlegten die Sbornaja 7:4 (2:3 / 3:1 / 2:0) - Cervenka, Prucha und Plekanec trafen jeweils doppelt ebenso wie Kovalchuk für Russland.
Das Spiel um den 3. Platz sahen heute 9283 Zuschauer, und sie wurden nicht enttäuscht. Von Beginn an entwickelte sich ein sehr schnelles Spiel mit einem frühen Tor für Vorjahresweltmeister Tschechien - Cervenka täuschte den Pass an und schoß selbst aus spitzem Winkel (4. Min.). Beide Teams spielten mit offenem Visier und hauptsächlich nach vorne.

Zur Mitte des ersten Abschnittes wurde es besonders hektisch, der Stadionsprecher kam kaum noch nach, aber nichtg etwa weil es soviele Strafen zu verlesen gab. Zunächst Jagr schoss aus zentraler Halbdistanz auf den Goalie von Plekanec bedient. Im Gegenzug trug Radulov die Scheibe ins russische Angriffsdrittel, gab nach rechts auf Kovalchuk, der Goalie Pavelec unter der Stockhand hindurch düpierte (10. Min.). Nur 15 Sekunden später die gleiche Szene, die gleiche Seite, da sah Pavelec wirklich alt aus! Diesmal war es Afinogenov, der die Scheibe ins Drittel trug, nach rechts zurücklegte, von wo Kulikov abzog (10. Min.).

Doch die Tschechen wußten schnell zu kontern, 58 Sekunden nach dem ersten russischen Tor konnte Prucha den Ausgleich erzielen, er hatte den Puck schön in den Laufgespielt bekommen von Rolinek (11. Min.). Die Statistik sah 17 Torschüsse der Russen, die meisten jedoch brachten nichts Zählbares auf den Würfel. Das gelang erst Kovalchuk im dritten Nachfassen und am liegenden Pavelec vorbei (19. Min.). Der mittlere Abschnitt sah aktivere und jetzt auch gefährlichere Russen, die nächsten Tore erzielten jedoch die Tschechen. Marek fing die Scheibe an der eigenen Blauen aus der Luft und bediente Prucha von der Wechselbank kommend mit einem Diagonalpass durch die neutrale Zone, Prucha zog zur Mitte und jagte das Spielgerät über des Goalies Fanghand in die Maschen zum erneuten Ausgleich (23. Min.). Dem nächsten Treffer ging wieder ein mißglückter Versuch des Gegners voran (Radulov und Artyukhin),

Cervenka war schneller als sein Bewacher und stolperte den Puck eher über den liegenden Barulin und die Linie ins Tor (31. Min.). Eine unfreiwillige Pause bescherte ein Check von Rachunek gegen den größeren Russen Artyukhin, denn bei dem Zusammenstoß von Artyukhins Helm mit der Scheibe an der Strafbank blieb die Scheibe 2. Sieger und machte sich klein. Danach brauchte es etwas, bis wieder Spielfluß aufkam. Ovechkin brauchte übrigens keine Defensivaufgaben zu erfüllen und rannte vom Bully immer gleich nach vorne, wurde allerdings wie in den bisherigen Spielen immer gut aus dem Spiel genommen, so dass der "Superstar" auch heute blass blieb. Auch der nächste Treffer landete im russischen Tor (Plekanec, 36. Min.). Damit es spannend blieb, kam fast postwendend die Antwort der Russen, als bei Gedränge vor dem Tor Tarasenko von der Seite reinhämmern kann. Der Puck knallte an den hinteren Pfosten und war so schnell wieder draußen, dass das Schiedsrichtergespann die Videoaufzeichnung bemühen musste (37. Min.). Anschließend gab es sogar kurzfristiges Powerplay zu sehen und eine kleine Rauferei. Der Schlussabschnitt zeigte wieder aktivere Tschechen, die nach missglücktem Versuch Radulovs den Abpraller zum Konter nutzten, Marek konnte den Goalie aus vollem Lauf tunneln (47. Min.). Danach verlegten sich die Tschechen auf Defensivarbeit mit wenigen Nadelstichen. Doch welcher Russe sich auch versucht, Afinogenov, Kulikov, Morozov und mehrfach Kovalchuk scheitern an der eigenen Genauigkeit oder an irgendeiner tschechischen Kelle. Auch wenn gut 3 Minuten vor dem Ende Goalie Barulin für einen 6. Feldspieler Platz machte, brachte es der Sbornaja nicht den gewünschten Erfolg, immerhin lagen sie inzwischen mit 2 Toren hinten. Im Gegenteil, nachdem Plekanec zunächst das leere Tor verpaßt hatte, klappte es bei der nächsten Befreiung, er ließ den gegenspieler stehen, umfuhr den nächsten und schob locker ins leere Tor ein zum Endstand von 7:4.
 Dass sich die Tschechen über ihre (nur) bronzene Medaille freuten wie die Schneekönige, hinterläßt ein gutes Gefühl, dass hier und heute die richtige Mannschaft gewonnen hat. Nach dem Turnierverlauf waren die Tschechen auch die konstanteste Mannschaft und somit würdiger Dritter dieser WM.
Stats: 1:0 (3:33 Min.) Cervenka 1:1 (9:25 Min.) Kovalchuk (Radulov, Tyutin) 1:2 (9:40 Min.) Kulikov (Afinogenov, Gorovikov) 2:2 (10:22 Min.) Prucha (Rolinkek, Marek) 2:3 (18:53 Min.) Kovalchuk (Radulov, Zinoviev) 3:3 (22:11 Min.) Prucha 4:3 (30:45 Min.) Cervenka (Prucha) 5:3 (35:10 Min.) Plekanec (Cervenka) 5:4 (36:03 Min.) Tarasenko (Zinoviev, Korneyev) 6:4 (46:30 Min.) Marek 7:4 (58:16 Min.) Plekanec (Jagr, Cervenka) ENG
Schüsse: 28:43 Strafen: 4:6 Min. Schiedsrichter: Kurmann (SUI), Larking (SWE) Zuschauer: 9.283
Best Players: Roman Cervenka (CZE), Ilya Kovalchuk (RUS)
Alle Fotos vom WM Bronze-Spiel Tschechien-Russland findet Ihr HIER
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And the winner is - Finnland!
Bratislava - Mit Finnlands 6:1 Sieg über den Nachbarn Schweden geht die WM 2011 zuende. Schweden legte zunächst vor, aber ein last-minute Tor im Powerplay in der 40. Min. sowie ein fulminanter Schlussabschnitt brachten Finnland Gold. Schwedens Goalie Viktor Fasth wurde MVP des Turniers.

Beide Teams begannen verhalten, niemand wollte den ersten Fehler machen. Die einzige Strafe des Startabschnitts konnte Finnland nicht nutzen. Auch die erste Strafe des zweiten Drittels, die Aaltonen (FIN) herausgeholt hatte, verstrich ohne Ergebnisänderung. Kaum wieder komplett machte Pääjarvi (SWE) es besser - vom Bully weg zog er nach außen und düpierte Vehanen über die Fanghand (28. Min.). Das Spiel ging hin und her, ohne wirklich gute Spielzüge, meist waren es Einzelaktionen. Ansonsten rieben sich die Teams eher im Mitteleis auf. In der Schlussminute von Drittel zwei musste der Schwede Petrasek in der Kühlbox ruhen, doch bereits nach 23 Sekunden fügte der Topscorer dieser WM, Jarkko Immonen mit strammem Schuss vom linken Bullykreis seinem Konto einen weiteren Treffer hinzu und bescherte seinem Team den Ausgleich zu einem wichtigen Zeitpunkt.

Als bald nach dem erneuten Wiederbeginn der Finne Pihlstrom den Puck mit schnellem Vorstoß ins Angriffsdrittel trug, vor dem Tor auf Kollegen Nokelainen querlegte, hatte selbiger aus kürzester Entfernung keine Mühen, die Scheibe zur erstmaligen Führung in den Maschen unterzubringen (43. Min.). Mit einem weiteren Treffer noch keine 60 Sekunden später, wobei der Puck unter der Goaliekelle hindurch hoppelte (Kapanen, 44. Min.) waren die Finnen endgültig auf der Siegerstrasse. Schweden danach etwas durch den Wind, neben der Spur. Doch natürlich mußten sie jetzt alles nach vorne werfen. Schwedens Coach nahm zur Mitte des Drittels seine Auszeit und versuchte, seinem Team nochmals eine Marschroute aufzugeben. Die Tre Kronors agierten danach wieder etwas zielstrebiger, hatten jedoch trotz allem viele Puckverluste, und das, obwohl die Finnen in der Verteidigung teilweise wie ein wilder Hühnerhaufen aussah. Doch Thornberg, Kruger, Silfverberg scheiterten. Erixon (SWE) auf den Goalie, es standen noch 3:29 auf der Uhr, Finnland befreite sich mit Icing. Granlund (FIN) stellte sich bereits beim Bully für einen Sprint bereit, und so kam es auch, er legte neben das Tor und Pesonen konnte den Bandenrückpraller aufnehmen, um den Goalie herumziehen und die Scheibe unterbringen (57. Min.). Weil der Torjubel so schön war, trug als nächster Koivu das Spielgerät ins Angriffsdrittel, und Pyorala durfte seinen ersten Turniertreffer bejubeln lassen (58. Min.). - All Tore fielen übrigens auf der anderen Seite, als der Fotograf stand :-( Naja, Shit happens... - Schweden fand zu diesem Zeitpunkt fast gar nicht mehr statt. Im Spaziergang kamen in der Schlussminute Lajunen und Pihlstrom ins Angriffsdrittel, letzterer schob dann mal locker den Puck an Keeper Fasth vorbei zum Endstand von 6:1. Zwar durfte Finnlands Goalie Sekunden vor der Sirene doch noch einmal seine Fanghand ausfahren,

doch dann war um sein Tor nur noch eine blaue Freudentraube - Finnland ist Weltmeister nach einer sehr langen Durststrecke von 16 Jahren! Herzlichen Glückwunsch!
Stats SWE-FIN: 1:0 (27:40 Min.) Pääjarvi 1:1 (39:53 Min.) Immonen (Pesonen, Koivu) PP1 1:2 (42:35 Min.) Nokelainen (Pihlstrom) 1:3 (43:21 Min.) Kapanen (Aaltonen, Komarov) 1:4 (56:41 Min.) Pesonen (Granlund) 1:5 (57:16 Min.) Pyorala (Koivu, Salmela) 1:6 (59:05 Min.) Pihlstrom (Lajunen)
Schüsse: 33:32 Strafen: 8:4 Min. Schiedsrichter: Burchell (CAN), Reiber (SUI) Zuschauer: 9.166 Best Players: Magnus Pääjarvi (SWE), Mikko Koivu (FIN)

Nach dem Spiel wurden die besten Spieler des Turniers geehrt, welche da waren: Goalie: Viktor Fasth (SWE) Defense: Alex Pietrangelo (CAN) Forward: Jaromir Jagr (CZE)
Ins AllStarTeam wurden gewählt: Viktor Fasth (SWE) - G David Petrasek (SWE) - D Marek Zidlicky (CZE) - D Patrik Berglund (SWE) - F Jakko Immonen (FIN) - F Jaromir Jagr (CZE) - F
Wertvollster Spieler des Turniers (MVP) wurde erneut ein Goalie: Viktor Fasth (wobei die Stimmabgabe vor dem letzten Drittel beendet war).
Alle Fotos vom WM Finale Schweden gegen Finnland gibt es HIER
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Alle Fotos vom WM Halbfinale zwischen Tschechien-Schweden findet Ihr HIER -
In der Pause zwischen den Spielen hieß es erneut, Bericht schreiben, Fotos bearbeiten, alles hochladen und dann rechtezitig am Schalter stehen, um die passenden und notwendigen Tickets zu bekommen. Bei Detlef hieß es zunächst, es gibt keine Fotokarten mehr. Na super! Wir überlegten bereits, ob wir uns dann das Spiel nicht würden schenken wollen und es dann in einer Kneipe oder im Fandorf auf der großen Leinwand angucken wollten. Allerdings Hunger hatten wir auch und keinen Appetit auf schon wieder das gleiche Baguette oder "Amerikanische Kartoffeln". 1/2 Std vor Spielbeginn bekam Detlef dann doch seine Fotokarte, aber wir sind erst einmal um die Halle gezogen, um etwas Vernünftiges zwischen die Kiemen zu kriegen. Rechts herum mußten wir an den Schlangen am Haupteingang vorbei, bis wir zum Imbiß kamen. Der sagte uns nicht zu. Also wieder zurück, andere Richtung zum Chinesen neben dem Fandorf. Der hatte auch den Fernseher an, das Spiel begann gerade, als wir unsere Bestellung aufgaben. Essen war lecker und wir rechtzeitig zum 2. Drittel in der Halle. Vor allem rechtzeitig, um das freche Jahrhunderttor von Youngster Mikael Granlund zu sehen. D.h. gesehen hat man ja nicht wirklich was, so schnell ging das. Und ich denke noch, der wird doch nicht (denn man kannte das ja bisher nur von Youtube...) - hat er aber doch! Und die armen Russen haben jetzt schon 2 Zungenschnalzertore kassiert, die wieder und wieder in der Zeitlupe auf dem Würfel wiederholt wurden! Jedenfalls haben sie das Spiel gegen Finnland verloren und kämpfen am Sonntag um die Bronzemedaille gegen Tschechien.
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Granlunds Zaubertor ist Schlüssel zum finnischen FinaleinzugBratislava - Der russische Albtraum heißt Finnland. Nach dem Zwischenrundenspiel konnte die Sbornaja die Finnen auch im Halbfinale nicht überwinden. Matchwinner Granlund mit Zaubertor und Vorlage, Vehanen mit Shut Out.Nach einem ausgeglichen ersten Abschnitt, in dem es zügig hin und her ging, setzte Granlund in der 26. Minute das Highlight des Turniers mit einem Trick, der wahrscheinlich alle 100 Versuche einmal klappt. Hinter dem gegnerischen Tor behauptete er die Scheibe, nahm sie auf die Kelle und legte sie auf dem Schlägerblatt über Barulin im Kasten ab. Das kriegt man sonst nur auf Youtube zu sehen! Die Gültigkeit des Treffers wurde noch per Video überprüft, aber es ließ sich offensichtlich nicht dran rütteln.
 Danach spielte Finnland befreiter auf, kam durch Konter immer wieder zu guten Chancen, wohingegen sie besonders Superstar Ovechkin gut unter Druck setzen und aus dem Spiel nehmen konnten. Russland setzte sich selbst zusätzlich ganze 3 Male durch Nachstochern vor dem Tor auf die Strafbank. Im Schlussabschnitt drückte die Sbornaja auf den Ausgleich, doch egal wer sich versuchte, Afinogenov, Ovechkin, Kovalchuk, Tereshenko oder mehrfach Nikulin, sie alle verzogen, wurden geblockt, oder aber Goalie Vehanen hatte etwas gegen einen Einschlag.
 Besser machte es Lajunen, der bei gerade abgelaufener Unterzahl der Russen mit der Scheibe schnell im Angriffsdrittel war, den Puck neben das Tor legte und seinen eigenen Bandenrückpraller aus spitzem Winkel an Barulin vorbeimogelte (48. Min.). Und ein erneutes Nachstochern - diesmal durfte Kovalchuk sich abkühlen - bescherte den Russen noch einen Schlag ins Kontor. Granlund konnte hinter dem Tor die Scheibe behaupten, verzögerte lange und legte sie dann Immonen am Torkreis in den Schläger (50. Min.). Auch wenn kurz darauf Vaananen seinen Stock im Gesicht eines Gegners hatte, dass die Reinigungskräfte wieder aufs Eis bemüht und Vaananen für 2+2 Minuten auf die Strafbank verbannt werden musste, konnte das Team um Kapitän Morozov keinen zählbaren Nutzen daraus ziehen. Wer auch immer sich mühte und Vehanen prüfte, blieb 2. Sieger, und Vehanen konnte bis zum Ende seinen Kasten sauber halten. Damit stehen die Finnen seit 2007 zum ersten Mal wieder im Finale, die Russen dagegen haben zum ersten Mal seit 2007 selbiges verpaßt. Sie kämpfen nun am Sonntag in der letztjährigen Finalbegegnung um - Blech!Stats:1:0 Granlund - Immonen (25:13 Min.)2:0 Lajunen (47:20 Min.).3:0 Immonen - Granlund (29:15 Min.) PP1Schüsse: 29:30Strafen: 10:12 Min.Schiedsrichter: Larking (SWE), Orszag (SVK)Zuschauer: 9.272Best Players: Petri Vehanen (FIN), Konstantin Barulin (RUS)Alle Fotos vom WM Halbfinale Finnland-Russland gibt es HIER
Dieses Foto kann ich nicht löschen - ist es doch eines der letzten von unserem Nationalspieler Robert Dietrich (#20) im Nationaltrikot. Robert (25j.) wollte ab Sommer 2011 bei Lokomotive Jaroslawl in der KHL spielen. Auf dem Weg zum ersten Saisonspiel stürzte jedoch das Flugzeug am 7.9.2011 kurz nach dem Start ab - alle Passagiere und damit das komplette Jaroslawl-Team kamen dabei ums Leben. R.I.P. Robert!

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