Sonntag, 29.8.10 – Saisoneröffnung
Auf dem Dome-Vorplatz fand am heutigen Sonntag die langersehnte Saisoneröffnung unserer DEG statt. Unter Regie des Fanprojektes gab es ein buntes Bühnenprogramm, es gab Stände der Fanclubs, eine große Tombola und eine kleine Auswahl Fanartikel, wobei sich die neuen Nostalgietrikots zum 75 jährigen Bestehen der Düsseldorfer EG als wahre Renner erwiesen.

Auf der Bühne wurde kurz die Mannschaft präsentiert, die danach im Foyer eine Autogrammstunde abhielt; die Neuzugänge im Team wurden in Interviews von Stadionsprecher Volker Boix und Pressesprecher Frieder Feldmann in gewohnt lockerer Manier näher vorgestellt. Zwischendurch gab es Livemusik, bevor die Sieger des gestrigen Düssi-Cup Turniers ausgezeichnet wurden.
Danach ging es in den Dome, wo uns das ewig junge rheinische Eishockey-Derby gegen die Kölner Haie erwartete.
Nachdem die DEG den Haien deren gestrige Saisoneröffnung durch einen 4:2 Sieg vermasselt hatten, brannten diese auf Wiedergutmachung, auch wenn es sich noch um Testspiele handelt. Eigentlich hatten wir heute Christoph Oster im Tor erwartet getreu der Versprechung, dass jeder unserer Goalies einmal im Testspiel randarf, doch heute teilten sich Aubin und Renkewitz die Arbeit im Kasten.

Ehrengast heute war Schalke-Profi Raul, der das symbolische erste Bully einwarf. Danach sahen die gut 4000 Zuschauer von Beginn an eine abwechslungsreiche Partie. Da DEG-Kapitän Daniel Kreutzer noch verletzt ist, wurden erneut die Reihen etwas geändert und gewechselt. Der erste Treffer des Tages fiel hinter Aubin nicht nur ins Tor sondern auch in die Kategorie Kuriositäten: Ein Abpraller von der Plexiumrandung hinter dem Tor sprang in den Torkreis und wurde dort irgendwie über die Linie gestochert, was den ersten Videobeweis brachte. HSR Lars Brüggemann musste den Treffer geben und dem Ex-Iserlohner Sparre gutschreiben.

Doch schon 75 Sekunden später hatten auch die Rot-Gelben (heute ganz in weiß!) Grund zum jubeln, als der Puck schön hinter dem Tor entlang gespielt wird und wieder nach vorne kommt, wo Hedlund lauert.

Und im ersten Überzahlspiel der DEG kann Courchaine auf der ungewohnt linken Seite (und im Stehen!) einen Abpraller Pokuloks aufnehmen und zur Führung für die DEG verwandeln. Als bereits gut 16 Minuten gespielt sind, erneut Videobeweis: ein Kölner gegen 3 Düsseldorfer vor und um das DEG-Gehäuse herum, der Hai kann im Abdrehen den Puck noch Richtung Linie befördern, und irgendwie liegt der Puck dann zwischen Aubis Schonern an – auf – hinter der Torlinie. Die Aufzeichnung hatte das „hinter“ jedoch nicht, so blieb es bei der DEG-Führung zur ersten Pause.

In der Pause dann war Zeit genug für einen Gedankenaustausch mit befreundeten Kölner Fans...
Zum zweiten Abschnitt kommt Renkewitz ins Tor, Köln spielt unverändert weiter mit Neuzugang Adam Dennis im Tor. Zwei weitere Strafzeiten übersteht Köln schadlos, doch knapp zur Mitte des Spiels kann DEG-Neuzugang Andy Roach seine Qualitäten von der blauen Linie demonstrieren, den Treffer allerdings schaffte er mit einem Bauerntrick. Die nächsten Treffer fielen allesamt auf der falschen Rheinseite, und es war fast jedes Mal ein Ding der Kategorie „wenn du selbst die Chancen nicht reinmachst, klingelt es leicht im Gegenzug“ – noch im Mitteldrittel kann Nationalspieler Christoph Ullmann seine Verfolger abschütteln und sogar dem langen Renkewitz den Puck über die Schulter in den Winkel lupfen.
Nach der Pause sind die Gäste bereits auf dem Eis, als die weißen Nostalgiehemdchen mental wohl bei einer 18-minütigen Pause waren. Gerade einmal 66 Sekunden ist der Schlussabschnitt alt, als der Mann mit dem Zungenbrecher-Namen (Sixsmith) den Ausgleich schafft. Danach zieht ein wenig der Schlendrian ein. Als Moritz Müller auf Kölner Seite eine Strafe bekommt, muss sich wohl sein Mannschaftskollege Lupaschuk einmischen – und gerät mit Andy Hedlund an den Falschen! War in den letzten Jahren Korbi Holzer der Mann mit „der extrem kurzen Provokationszündschnur“, stellen wir jetzt fest,

dass Rückkehrer Hedlund auch „sehr leicht erregbar“ ist – oder gerne mal die Sportart wechselt. Nun, beide Kontrahenten dürfen sich zwei Minuten abkühlen. Da danach dann noch James von Gogulla gefoult wird und theatralisch zu Boden geht, ist über längere Zeit viel Platz auf dem Eis. Doch die DEG zeigt zwar (wieder) schöne Ansätze, doch Zählbares springt dabei nicht heraus.

Und wie es dann immer so ist – der Mann mit dem absolut unaussprechlichen Namen, Cory Urquhart, kann sich absetzen und mit einem schönen Move DEG-Goalie Renkewitz verladen. Da ist das Spiel erneut gedreht – noch 2 ½ Minuten. DEG-Coach „Tommer“ Tomlinson nimmt eine Auszeit und den Goalie vom Eis, Köln kassiert sogar noch eine Strafe, doch es will nichts mehr gelingen. Kölns Befreiung Richtung leeres Tor landet zum Glück weit oberhalb am Plexi. Zur Freude aller Zuschauer kommt es vor der Kölner Spielerbank zum Austeilen von ein paar handfesten Argumenten – mitten drin wieder einmal Andy Hedlund (und nicht etwa Haudrauf Sparre oder Ramsay...).

So geht ein unterhaltsamer Nachmittag aus DEG-Sicht etwas unglücklich zu Ende. Die Haie nehmen erfolgreich Revanche für die gestrige missglückte Saisoneröffnung. Dennoch sind vor allem wir Fans froh, dass es jetzt endlich wieder losgeht, und so wurde die Mannschaft trotz Niederlage in einer Ehrenrunde mit Applaus in den Feierabend verabschiedet.
Für die DEG startet die Saison mit zwei (vorgezogenen) Auswärtsspielen – Freitag in Iserlohn, Sonntag in Hannover, bevor das erste Heimspiel gegen Andy Hedlunds Ex-Club Adler Mannheim (das kann ja heiter werden!) am Freitag, 10.9. durch Sky-Übertragung erst um 20:15 Uhr stattfindet.
-
Alle Fotos der Saisoneröffnung mit Testspiel gegen Köln findet Ihr HIER
-
Turnier in Langenhagen - Teilnehmer außer der DEG sind Wolfsburg, Hannover Scorpions und SonderjyskE
Samstag, 21.8.2010
Heute steht bereits der 2. Turniertag in Langenhagen auf dem Programm (gestern hatten bereits DEG und Wolfsburg gegeneinander gespielt 2:1 sowie Hannover Scorpions und Sonderjyske Vojens 7:0). Nette kleine Halle hier in Langenhagen und unser erste neuer Ground diese Saison!
Unter der Leitung des HSR van Gameren und den lautstarken „Tuareg“-Rufen des dänischen Fangruppe beginnt das Spiel Vojens gegen Grizzly Adams Wolfsburg, heute mit Joker Jochen Reimer im Tor. Im ersten Abschnitt geht es zügig hin und her, beide Goalies müssen hellwach sein, denn immer wieder kommen Pucks auf die jeweiligen Gehäuse. Im mittleren Abschnitt legten die Grizzlies zügig los und konnten bereits in der ersten Minute in doppelter Überzahl den Puck trocken in die Maschen zimmern. Zur Mitte des Drittels konnten die Dänen ihrerseits eine Überzahl (angezeigte Strafe) zum Ausgleich nutzen. Darauf hatte Wolfsburg sogar noch Glück, denn ein weiterer Schlagschuß in Überzahl landete nur oben im Fangnetz. Das Drittel neigte sich schon seinem Ende, als Martinovic aus kurzer Distanz erneut eine Führung herstellen konnte, und Strong noch in der selben Spielminute auf 3:1 für die Bären erhöhte. Der Schlussabschnitt gehörte nun ausschließlich den Tuareg-Städtern und ist schnell erzählt: 4:1 Laliberte humorlos in die linke Ecke (40:45 Min.), 5:1 Magowan (44:36 Min.) PP1, 6:1 Höhenleitner mit der Rückhand aus der Drehung (47:51 Min.), die Dänen kamen kaum aus dem eigenen Drittel raus, in der Schlusssekunden als krönender Abschluss fiel dann sogar noch der 7. Treffer für Wolfsburg. Jochen Joker Reimer meinte hinterher zu mir, die Vorbereitung für Wolfsburg laufe sehr gut, man hat ja erst ein Spiel verloren (gegen uns - und da hat der Joker ja nicht im Tor gestanden),

auch mit dem neuen Co Mike "Pelle" Pellegrims kommt man gut klar. Und Chris vom webradio hatte Joker in der Spielpause im Interview...
Das zweite Spiel des Tages war eindeutig ein Heimspiel für die Scorpions – bei nur einer handvoll Zuschauern aus Düsseldorf. Als Hauptschiedsrichter Lars Brüggemann, DEG-Kapitän Kreutzer musste wegen einer Zerrung erneut passen ebenso wie Tyler Beechey, so trug Patrick Reimer das „C“ auf der Brust. Der Stadionsprecher machte aus dem US-Amerikaner PJ Fenton eine Franco-Kanadier „Fongtong“, im Tor der DEG Etienne Renkewitz, sein Gegenüber Youri Ziffzer hatte heute Geburtstag.

Im ersten Abschnitte machte DEG-Neuzugang Renkewitz seine Sache sehr gut und fing auch ein paar knifflige Pucks. Auf der Gegenseite zappelte der Puck bereits nach gut 4 Minuten in den Maschen – langer Pass von Hedlund auf Danner, der schießt aber so was von genau am Innenpfosten vorbei, und ein Hannoveraner Verteidiger kommt zu spät, um den Puck noch von der Linie zu kratzen. Ansonsten wurden die Reihen auf DEG-Seite viel durchgewechselt, dass alle Spieler auch ihre Eiszeit bekamen. Mit dem knappen Vorsprung geht es in die Pause. Zu Beginn des 2. Abschnittes darf die DEG in Überzahl agieren, Hedlunds „Pfund“ kann das Geburtstagskind im Scorpions Gehäuse entschärfen.

Auch diesmal dauert es gute 4 Minuten zum ersten Tor, dieses fällt allerdings hinter oder besser über Renkewitz, als dieser bereits geschlagen und am Boden ist (Herperger). Zur Mitte des Abschnittes gerät die DEG in Unterzahl, und Hannover zieht ein druckvolles Powerplay auf. Jannik Woidtke muss mit dem Stock eingreifen und so eine taktische Strafe ziehen, was allerdings dann doch nach hinten losgeht – in doppelter Überzahl muss Hedlund allein den Torkreis dichtmachen, Hannover spielt schön hinter dem Tor hin und her und herum, und schließlich sticht Scorpion „Diesel“ Dzieduszycki zur Hannover-Führung zu.

Und es kommt noch schlimmer aus Sicht der DEG – erneut Unterzahl und nochmals kann Diesel den Puck gewinnbringend versenken. Die DEG ihrerseits kann auch mit diesem neuen Team – wie in den Vorjahren – kein so zwingendes Powerplay aufziehen, was sich auch im Schlussabschnitt zeigt. Der Anschluss fällt aber doch noch – „Fongtong“ trägt den Puck schnell bis vors Tor, dort verliert er den Puck.

Dieser gelangt aber zurück zu Hedlund, der mit einem Bums aus dem Rückraum Ziffzer endlich nochmals überwinden kann. In den letzten 10 Spielminuten gibt es ein paar Aufreger – u.a. muss Jannik mit einem Scorpion zusammen auf die Sünderbank, doch ein Tor will nicht mehr fallen, obwohl die DEG auch noch den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm. Der vermeintliche Empty-Netter der Scorpions zählte nicht wegen Abseits. Und dann wars vorbei. Naja, fast jedenfalls, denn nach der Schlusssirene haute Diesel seinen Schläger noch zwischen Pokuloks Beine, was Hedlund so nicht stehen lassen wollte und diesem noch ein paar handfeste Argumente verpasste.
-
Am Sonntag, 22.8.10, geht es schon früh los, und die DEG hat erneut das erste Spiel. Als letzter Gegner für das Team von Jeff Tomlinson wartet der dänische Meister Vojens (man hatte unseren dänischen Freund „Kutter“ gefragt, wie man dieses SöderjyskE Ishockey ausspricht, und seine Antwort war „Vojens“, also bleiben wir hier dabei), und wir sind gespannt, mit welcher Tordifferenz wir diese wegputzen.

Von „Putzen“ war aber zunächst gar nicht die Rede, denn das erste Tor erzielten früh die weißen Trainingshemdchen aus Dänemark, als Steffen Frank den Puck am langen Stock führt und dem Aubi durch die Beine schieben kann (2. Min.). Dass unser Courchaine doch auch im Stehen schießen und treffen kann, bewies er uns 3 Minuten später mit seinem Ausgleichstreffer aus dem Rückraum (die Vorlage kam von Diego Hofland). Doch die Namen waren noch nicht ganz verlesen, als es schon wieder klingelt – der puckführende DEG-Spieler wird aus dem Angriffsdrittel geschubst, verliert den Puck und Dänemark ist schneller, Puck im Winkel, 2:1 für Vojens, auch in der 5. Minute.

Reimi kommt über rechts und setzt aus spitzem Winkel das Spielgerät links oben in den Kasten zum erneuten Ausgleich DEG in der 7. Minute. Es sind noch fast 9 Minuten zu spielen in diesem ersten Abschnitt, als Martin Hinterstocker auf die Sünderbank muss. Schlitzohr Kaufmann kann dem Gegner die Scheibe im DEG-Verteidigungsdrittel abluchsen und macht sich auf den Weg. Ich denke noch, der ist zu schnell für einen platzierten Schuss, doch knapp über der Fanghand von Keeper Michaud saust der Puck ins dänische Tor – erstmalige DEG-Führung! Und schnell ging´s auch beim nächsten Treffer, wieder Reimer. Doch mit 2 Toren Vorsprung sollte es nicht in die Pause gehen – knapp 2 Minuten vor dem Sirenchen war man weit aufgerückt und verlor den Puck im Angriffsdrittel. Vojens konnte einen 2-auf-1-Konter starten, dann 3 auf 2, Aubin war schon unten und vor dem Tor viel Betrieb... Torschütze (oder Reinschieber) Matejic zum 3:4 aus Sicht der Nordlichter.

In der Pause gab es dann ein Gruppenfoto mit den anwesenden Icehoppern.
-

Der mittlere Abschnitt begann zügig und erfolgreich – DEG-Neuzugang Connor James zum ersten (22. Min.) und zum zweiten (26. Min.) erhöhte den Zählerstand auf 3:6. In der 32. Spielminute endlich bekam die DEG in diesem sehr fairen Spiel die Möglichkeit, ihr Powerplay zu üben, doch außer einem Pfostenkracher von Hedlund und einem Schuss hoch oben ins Fangnetz durch Courchaine sprang nichts dabei heraus. Die Reihe Kaufmann-Murphy-Courchaine spielt sich selbst Knoten in die Beine, und schon kommt Vojens wieder zu einem gefährlichen 2-auf-1-Konter. Zum Glück verpasst der 2. Mann den Pass...

Es war schon die Schlussminute, als auch heute Neuzugang Danner sein Tor erzielte – im dritten Nachsetzen reingechipt (40. Min.).
Vojens wechselt erneut die Goalies, jetzt steht wieder der aus Bremerhaven bekannte Michaud im Kasten, und in diesem Abschnitt fischt er alles raus. Naja, 7 Tore DEG reichen auch, denkt er sich.

Auf der anderen Seite muss einmal Nachwuchsstürmer Hofland neben / hinter Aubin im Tor aushelfen.
Überhaupt muss festgestellt werden, dass sich vor allem die neuen Gesichter hier gut präsentiert haben, genau wie die „Youngsters“. Alle bekamen fast gleichmäßig und in jeder Situation Eiszeit, und da es mit Danner, Hinterstocker und Hofland in einer Reihe offensichtlich gut klappte, ließ Trainer „Tommer“ im letzten Drittel PJ Fenton auf der Bank, „weil so die Chemie besser stimmte“. Die beiden Verteidiger Clusen und Woidtke machten ihre Sache auch sehr gut und fast fehlerfrei – wenn Tommer das so beibehält, wie er versprochen hat, werden wir auch gerade von und mit den jungen Spielern noch sehr viel Freude haben!!!
Durch den „schlechtesten“ Sieg gegen Vojens hat die DEG nun allerdings keine Chance auf den Turniersieg, das Team fuhr bald nach dem Spiel zurück. Ach ja: dies ist ein „Auswärtssieg trotz Manu“, hat man mir in die Feder diktiert.
Wir sahen uns auch noch das letzte Spiel an – Grizzly Adams Wolfsburg gegen die Heimmannschaft Hannover Scorpions (hier in ihrer Trainingshalle). Es war ein spannendes und wahrscheinlich das beste Spiel des Turniers. Nach knapp 11 Minuten führten die Hausherren bereits 3:0, davon 2 Treffer im Powerplay und ein Kathan. Dabei war fast jeder Schuss ein Treffer, und Wolfsburg fand fast gar nicht statt. Drei Minuten vor der Sirene der erst zweite aussichtsreiche Vorstoß der VW-Städter (in Überzahl), diesmal hilft nur die Notbremse. Symptomatisch für diesen Abschnitt: Magowan verschießt den fälligen Penalty, und im Gegenzug – Hannover ist noch in Unterzahl – ist Dshunussow zum vierten Mal geschlagen (Herperger mit einem schönen Move). Furchners Überzahltreffer 13 Sekunden später sieht im Moment eher nach Ergebniskosmetik aus.
Wer jetzt denkt, nach der Pause kommt der Joker ins Tor, sieht sich getäuscht, doch es steht nach der Pause ein ganz anderes Team auf dem Eis. Wolfsburg startet eine nicht für möglich gehaltene Aufholjagd.

Nach einer kleinen Rangelei vor dem Tor, die ohne Strafbankfolgen bleibt, ist viel Betrieb vor Scott, Scott im Tor, der Puck dann irgendwie auch. Das gute Hannoveraner Powerplay kann sich auch nicht mehr so entfalten wie noch zu Beginn, zur Spielmitte springen gerade einmal 2 richtige Chancen heraus.

Ein Pressschlag führt zum Anschlusstreffer (Hoggan zum zweiten, 37. Min.), Martinovic schließlich in der 39. Min. aus spitzem Winkel mit dem Ausgleich, der fast auf der Linie verhungert wäre.
Als sich die Scorpions früh im Schlussabschnitt selbst und dann auch noch doppelt dezimieren, ist es soweit, die Grizzlies erzielen den 5. Treffer und haben nach einem 0:4 Rückstand das Spiel gedreht (Laliberte, 47. Min.).

Auch das nächste Überzahlspiel ist erfolgreich, als Laliberte den Puck im Gewühl ins Tor stochern kann (51. Min.), das alles sehr zur Freude ein paar „anderer“ Hannoveraner. Freunde einer anderen Sportart kamen in den Schlussminuten auch noch auf ihre Kosten:

wie auf Kommando standen sich auf einmal Magowan (WOB) und Wolf (HAN) gegenüber, fast synchron lösten sie die Kinnriemen und warfen Helm und Handschuhe weg. Der Fight dauerte gerade einmal 10 Sekunden, bis Wolf ohne Trikot dastand und die Unparteiischen eingriffen (richtig so – ohne Trikot erkältet man sich ja so schnell). Danach brannte nichts mehr an, und am Ende stand mit den Grizzlies nicht nur der Sieger dieser Partie fest, nein, damit haben sie auch gleich das ganze Turnier gewonnen. Und Ulli ist sich ganz sicher: „Hannover ist Indianerland“!
Die Endplatzierung:

-
Wolfsburg 6 Punkte 14:7 Tore
-
Hannover 6 Punkte 14:8 Tore
-
Düsseldorf 6 Punkte 11:7 Tore
-
Vojens 0 Punkte 4:21 Tore
Am Ende blieben nur 3 Fragen: Warum klappt das auch mit diesem neuen DEG-Team (noch) nicht im Powerplay? Warum gibt es auf der A2 nur so viele Baustellen? Und wo wollen die ganzen Autos hin, die hier 9 km 3-spurig stehen?
-
Fotos vom Vorbereitungsturnier in Langenhagen (Samstag) findet Ihr HIER
und Sonntag HIER
.
13.8.2010 - Endlich wieder Eishockey!!!
Gutgelaunt sind wir dafür sogar in die „verbotene Stadt“ geeiert und haben uns das Testspiel unserer DNL-Mannschaft angesehen. Es war auch schön, ein paar unserer Bekannten aus Düsseldorf und Köln wiederzusehen.

Die jeweiligen „Supporter-Gruppen“ waren ebenfalls „heiß wie Frittenfett“, was sich fahnenschwenkend und gesanglich durchaus positiv äußerte.
Unter den Augen von ca. 200 Zuschauern in der KA2 (u.a. auch Familie Clusen, Jannik Woidtke, Dennis Fischbuch, Marcel Müller) war es zunächst ein Spiel in eine Richtung, nämlich auf das von Felix Bick gehütete DEG-Gehäuse. Es war das erste Spiel des DEG-Nachwuchs, entsprechend holprig war der Spielaufbau der Rot-Gelben. Dass die Haie bereits länger im Training stehen, merkte man besonders im ersten Abschnitt – sie agierten mit mehr Zug zum Tor und genaueren Pässen. Folgerichtig kamen sie in der 10. Spielminute zum ersten Erfolgserlebnis (Dennis Swinnen mit einem Aufsetzer aus der Kurzdistanz). Unsere DEG arbeitete zwar gut in der eigenen Hälfte, um den Puck (und damit das Angriffsrecht) spätestens an der Mittellinie wieder zu verlieren. Allerdings kam man sich nur vorsichtig nahe, und so ging das erste Drittel unter der Leitung von HSR Krawinkel mit nur einer Strafe zuende.

Im zweiten Abschnitt kam die DEG dann zum ersten Male richtig aus dem eigenen Drittel heraus. Das Spiel wurde auch etwas intensiver und beide Teams bekamen Chancen für ihre „Special Teams“. Zur Spielmitte wechselte die DEG verabredungsgemäß die Torhüter, fortan stand Patrick Klein im Kasten. Und er bekam direkt Arbeit, denn sein Wechsel fiel (unverständlicher Weise) in eine Unterzahlsituation. Als dann noch zusätzlich Stefan Fröhlich (DEG) die Sünderbank drücken musste, konnte im folgenden Angriff Florian Lüsch den Puck aus der Kurzdistanz unter die Latte heben zum 2:0 für die Domstädter (32. Min.).

Doch auf einmal besannen sich die Jungs von Christof Kreutzer, kombinierten gut im Angriffsdrittel, und mit einem schönen Move konnte Robin Ruser den U18-Nationaltorhüter Sebastian Kinader erstmalig überwinden und den Anschlusstreffer erzielen (36. Min.).

Im Schlussabschnitt schlug das Pendel endgültig in Richtung der Gäste um, die DEG war leichtfüßiger, konnte sich überwiegend im Angriffsdrittel aufhalten und dort fast nach Belieben kombinieren. Der Ausgleich war allerdings eher ein Zufallstreffer: ein hoch abgefälschter Puck kam als Bogenlampe runter und sprang hinter Kinader über die Torlinie (Maik Klingsporn, 50. Min.). Bei der nachfolgenden kleinen Hauerei – es war doch schon die zweite Rauferei des Spiels!)

machte Florian Rambow seinem Namen alle Ehre und durfte mit einem Kollegen und zwei Gegnern die Strafbank wärmen. Witzig war dann die Durchsage „der Schiedsrichter bitte zur Zeitnahme“ – die verlesenen Strafen allerdings konnten dann Licht ins Dunkel bringen: es hatte nicht die vermuteten 2+2 für Rambo(w) und seinen Kontrahenten Noack gegeben, sondern jeweils nur 2 Minuten. Die beiden anderen saßen eigene Strafen ab (Ruser bei uns) bzw. Kinader hatte auch eine bekommen, dafür musste Fominych „schmoren“. Die verbliebenen DEG-Spieler konnten sich aber weiterhin im Angriffsdrittel behaupten,

und Marcel Kahle erzielte nach schöner Kombination den Führungstreffer (53. Min.). Eine weitere Überzahlsituation für die Haie konnten diese nicht nutzen, obwohl sie sich noch einmal aufbäumten. Das nächste (und letzte) Tor fiel allerdings wieder in die Kategorie „kurios“ und für die DEG. Passstafette Dugain - Strodel, Soppa erwischt den Puck in der Drehung und auch nicht richtig, der Puck rutscht in Zeitlupe dem verdutzten Kinader durch die Schoner und über die Linie zum 4:2 Endstand für die Gäste (57. Min.). Dass KEC-Keeper Kinader seinen Kasten für die letzten 35 Sekunden ver- und die DEG am Ende Zügel und Konzentration schleifen ließ, änderte daran nichts mehr.
Ein Unentschieden oder max. 1 Tor Unterschied allerdings hätte dem Spielverlauf mehr entsprochen.
Unverständlich auch der Einsatz der „Grünen“ zum Spielschluss – keine Ahnung, wer diese und warum gerufen hat... Kopfschüttel!
-
Alle Fotos vom DNL-Testspiel KEC-DEG findet Ihr HIER
|