Sonntag, 22.1.2012
Flinke Füchse entzaubern Dortmunder Elche
Am sechsten Spieltag der Zwischenrunde konnten die Füchse den ersten Sieg der Saison gegen die Elche Dortmund einfahren und damit deren bisher in dieser Runde blütenweiße Weste ruinieren. Ein Wechselfehler in den Schlussminuten kostete Dortmund zumindest einen Punkt.
Beide Teams starteten mit 19 Spielern, die 13 Stürmer der Gastgeber waren hier und heute offensichtlich gewichtiger als die nur 4 Verteidiger, die Franz Fritzmeier aufbieten konnte. So gelang es den Gästen nur bedingt, mit drei Sturmreihen die wenigen Verteidiger zu überwinden oder auf der anderen Seite mit 8 Verteidigern die schnellen Gegner aus der eigenen Zone herauszuhalten. Von Beginn an suchten die Montanstädter ihr Heil im Angriff und gaben ein hohes Tempo vor, und HSR Heffler ließ viel laufen. In letzter Instanz hielten die Goalies Finkenrath und Linda ihre jeweiligen Arbeitsplätze frei von Einschlägen. Frech agierte z.B. MacKay, der im eigenen Verteidigungsdrittel vom puckführenden Dortmunder Martens die Scheibe forderte (klopf, klopf) und dieser darauf hereinfiel (18. Min.).

Nach der Pausensirene – es stand noch 0:0 – gab es ein Gerangel an der Bande, sodass Duisburg den mittleren Abschnitt in Unterzahl beginnen durfte. Als sich jedoch Christoph Ziolkowski zum Konter auf den Weg machte und im Angriffsdrittel auf den mitgelaufenen Kollegen abspielte, wurde dieser gelegt, und Dortmund brachte sich um die Chance des Powerplays. Die Westfalenelche wurden in diesem Abschnitt etwas aktiver, doch Neuzugang Kretschmann scheiterte aus Kurzdistanz (27.), sie kassierten dann allerdings auch die eine oder andere Strafe, als der Schiedsrichter seine Pfeife wiedergefunden hatte. Doch auch die nächste Überzahl verstreicht erfolglos. Gogulla prüfte Gästegoalie Finkenrath, der die Scheibe erst mit Mühe unter sich und kurz vor dem Strich begraben konnte (32.).

Nach einem vorbildlich gespielten Doppelpass von Dennis Fischbuch (sein Bruder Daniel stand zwar auf dem Spielberichtsbogen, das Eis sah er aber nur von der Bank aus) und Diego Hofland war es in der 33. Minute endlich soweit, die jungen Duisburger wurden erstmals für ihre Mühen belohnt! Und wie es so oft ist, gut zwei Minuten später konnte Verteidiger Schmidt erhöhen (35.).

Preibisch und Orendorz durften nach einem Meinungsaustausch auf der Strafbank Platz nehmen, und als sich wenig später mit dem Dortmunder Schmerda ein weiterer Spieler hinzugesellte, war viel Platz auf dem Eis. Huhn von der Blauen, Christoph Ziolkowski aus ähnlicher Position legte aber zur Seite ab auf Riefers – das war zum Jubel aller das im Vorfeld nicht erwartete 3:0 für Duisburg (37.)! Dass Pohanka für die Elche fast postwendend die Antwort hatte (38.) und nach Scheibenverlust Riefers Linda sich gegen einen 2 auf 1 Konter ganz lang machen musste, deutete aber schon darauf hin, dass die Gäste damit alles andere als zufrieden waren.

Die Pausenansprache von Dortmunds Trainer Gentges hat man zwar nicht bis auf die Ränge gehört, doch man kann sie sich vorstellen, und als vom ersten Bully weg die Scheibe ins Angriffsdrittel und Linda über die Schulter gespielt wurde (Kretschmann, 41.), da sah man noch ein hartes, langes Drittel auf die Füchse zukommen. Ach ja, es war zwar hart, aber nicht unterzahlgefährdet in diesem Abschnitt, da Heffler offensichtlich seine Pfeife wieder vergessen hatte. So wurde auch nicht abgepfiffen, als MacKay verletzt in der Bandenecke liegen blieb (47.). Er konnte dann zwar selbstständig zur Bank fahren, musste aber behandelt werden und mehrere Wechsel aussetzen. Dortmund warf jetzt alles nach vorne, Duisburg verteidigte mit Mann und Maus, ab und zu setzte sich einer der besonders flinken Spieler ab und Finkenrath unter Druck. Die beste Chance auf den Ausgleich hatte wohl Kretschmann (56.), der Lindas Schulter traf. Es brachen bereits die Schlussminuten an, und Martens kam zwei Male frei zum Schuss. Und plötzlich war die Scheibe hinter Linda, der Schiedsrichter zeigte auf Tor, doch ein Linesman hatte das gesehen, was das Publikum zu recht reklamierte: obwohl Goalie Finkenrath noch in seinem Kasten stand, tummelten sich 6 Spieler im weißen Trikot im Angriffsdrittel. Da half es auch nicht, dass Finkenrath noch schnell versuchte, auf die Spielerbank zu kommen. Es gab Diskussionen der Schiedsrichter untereinander, mit den Kapitänen, mit den Trainern, und das Ergebnis lautete: statt das Tor anerkannt zu bekommen, gab es eine Bankstrafe gegen Dortmund, 64 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit. Als die Elche die Scheibe in Unterzahl erobert hatten und noch einen Konter starteten, verließ Finkenrath nun wirklich aufgefordert sein Gehäuse. Doch der Schuss ging nach hinten los, Christoph Ziolkowski konnte seinerseits die Scheibe wieder übernehmen und beförderte sie zielgenau in die verwaisten Maschen (60.).
Damit fuhren die Elche erstmals in dieser Zwischenrunde sieglos vom Eis. Die Duisburger Fans jedoch feierten ausgelassen ihr Team, und nicht nur Linda durfte den Walzer tanzen, anschließend drehten sich auch Preibisch und Ziolkowski im Dreivierteltakt...
Das Spiel EV Duisburg – EHC Dortmund 4:2 (0:0/3:1/1:1)
Tore: 1:0 (32:06) Hofland (De. Fischbuch, Schmidt); 2:0 (34:19) Schmidt (Huhn, Schöbel); 3:0 (36:27) Riefers (C. Ziolkowski, Gogulla) 4-3; 3:1 (37:20) Pohanka (Schmerda, Michl); 3:2 (40:11) Kretschmann (Martens, Kastner); 4:2 (59:16) C. Ziolkowski 5-4 ENG
Strafen: 4:10
Schiedsrichter: Zsolt Heffler
Zuschauer: 1024
Es spielten: EVD – Linda – Gogulla, M. Hrstka; T. Ziolkowski, Schmidt – Riefers, Huhn, Schöbel; Hauner, C. Ziolkowski, Ohmann; Preibisch, Breitkreuz, MacKay; Hofland, Hanke, De. Fischbuch; Da. Fischbuch
EHC – Finkenrath – Orendorz, Kastner; Kirschbauer, Kreuzmann; Eickmann, Clusen; Ortwein – Kretschmann, Martens, Liesegang; Michl, Schmerda, Pohanka; Neumann, Richter, Schlicht; Bobon
Die Fotos vom Oberliga-Spiel (Zwischenrunde) der Füchse gegen Dortmund gibt es HIER
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Freitag, 13.1.2012
Ice Aliens – nicht schön, aber 3 Punkte!
In einem engen Spiel konnten die Ratinger Ice Aliens die Bulldogs aus Königsborn niederringen und den ersten Sieg in der Zwischenrunde einfahren. Dabei waren sie über weite Strecken optisch überlegen, hatten – was Puckbesitz und Torschüsse anging – wesentlich mehr Spielanteile.
Dass rein der Scheibenbesitz nicht zwangsläufig auch einen Punktgewinn mit sich bringt, zog sich wie ein roter Faden durch dieses ansonsten eher farblose Spiel. So spielten sich die ersten gut 15 Minuten fast ausschließlich im Verteidigungsdrittel der Bulldogs ab, doch fanden die Gastgeber kein Mittel, den starken Sebastian May im Tor zu überwinden. Wo die Aliens, die ohne Hein, Firsanov (beide verletzt) und Ackers (gesperrt) auskommen mussten, Kampf und Frechheit in die Waagschale warfen, setzten die Westfalen auf Feldüberbrückung durch weite Pässe und überhaupt passgenaues Zuspiel. Nach Belagerung des Gästetores vertändelte man unnötiger weise das Spielgerät, Krätzer mit einem schönen Move um den bereits geschlagenen Kohl, und schon stand es (nach Chancen unverdient und überraschend) 1:0 für die Gäste (18. Min.).

Es dauerte auch im mittleren Abschnitt noch einige Minuten und vergebliche Versuche, bis auch die Ratinger Fans jubeln durften (Oesterreich, 27.). Trotz des Ausgleichs wurden nun auch die Gäste sicherer und schienen abgeklärter. So konnte beispielsweise Unnas Bezouska gleich drei Aliens wie Slalomstangen stehen lassen, scheiterte aber doch im Abschluss. Besser machten es die Ratinger - nach überstandener Strafe kamen sie zu einem 3 auf 2 Konter, und aus dem Handgelenk schickte Hendle die Scheibe in den Giebel (33.). Diese Führung hätte ausgebaut werden können und müssen, denn ein erneuter Scheibenverlust brachte Kohl in Bedrängnis und den Gästen den Ausgleich (Schnieder, 38.). Allerdings konnten diese sich nicht lange darüber freuen, denn bereits vom nächsten Bully weg rollte ein weiterer Angriff, den diesmal Monych mit dem langen Schläger um den Goalie herum abschloss (38.). Dass es nicht mit der knappen Führung in die Kabinen ging, war erneut einem leichtfertigen Puckverlust zuzuschreiben und einem schnell schaltenden Jakub Krätzer, der 7 Sekunden vor der Sirene ins Lange Eck einschob.

Im Schlussabschnitt stand nun auch vermehrt Ratingens Goalie Dennis Kohl unter Beschuss, doch jetzt fehlte auch den Bulldogs ein wenig das Zielwasser, für die Aliens durften sich alle mal auf den Weg machen, um in Einzelaktionen May zu prüfen. Ein Resultat zeigte sich schließlich, als Königsborns Verteidiger Wolfgang Hrstka über seinen Bandencheck in der Kühlbox nachdenken durfte. Hendle hatte ein Einsehen und befreite Hrstka schon 31 Sekunden später durch seinen Treffer zum 4:3. Um die Sache zum Ende hin wasserdicht zu machen, setzte Hauptig den Ratinger Schlusspunkt mit einer stark springenden Scheibe, die irgendwie an May vorbei in die Maschen hüpfte (56.) Das war aber noch nicht der Endstand, die Gäste gedachten, die Restspielzeit bestmöglich zu nutzen, und stellten postwendend den alten Abstand wieder her (Bezouska, 56.). Die nächsten Aktionen waren allesamt zum Scheitern verurteilt (Gross, Werner, Gries, Tegkaev für Ratingen, Alexandrov, Pigache für Unna), auch die letzte Strafe des Spiels (gegen Ratingen) und Herausnahme des Goalies für die letzten 30 Sekunden brachten den Bulldogs nicht mehr den ersehnten Ausgleich, und so bleiben sie weiterhin punktlos in dieser Runde.
Für die Aliens geht es am Sonntag nach Hamm gegen die bisher ebenfalls punktlosen Eisbären, Königsborn empfängt im Derby den EHC Dortmund.
Das Spiel Ratinger Ice Aliens gegen den JEC Königsborn 5:4 (0:1/3:2/2:1)
Tore: 0:1 (17:31) Krätzer (Bezouska, Pigache); 1:1 (26:14) Oesterreich (Kohmann, Monych); 2:1 (32:49) Hendle (Hauptig, Monych); 2:2 (37:15) Schnieder (Alexandrov); 3:2 (37:27) Monych (Gross, Oesterreich); 3:3 (39:53) Krätzer (Pigache); 4:3 (51:44) Hendle (Aminikia) 5-4; 5:3 (55:35) Hauptig, Gries; 5:4 (55:53) Bezouska (Krätzer)
Strafen: 6:4
Schiedsrichter: Eugen Schmidt
Zuschauer: 313
Es spielten: Aliens – Dennis Kohl – Jan-Philipp Priebsch, Schahab Aminikia; Willi Gross, Francesco Lahmer; Simon Migas, Dustin Schumacher, Dennis Appelhans – Christian Kohmann, Artur Tegkaev, Lance Monych; Andre Oesterreich, Sven Schiefner, Philip Hendle; Sören Hauptig, Thorsten Gries, Jan Werner; Max Bleyer
Königsborn – Sebastian May – Lars Gerike, Benedikt Rangen; Wolfgang Hrstka, Mark Wapnewski; Erik Möller – Jakub Krätzer, Michal Bezouska, Sebastian Pigache; Patric Schnieder, Igor Alexandrov, Andre Kuchina; Christoph Ulrich
Bester Spieler: Sebastian May (Königsborn)-
Alle Fotos vom Spiel Aliens gegen Königsborn (OL-Zwischenrunde) gibt es HIER
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Mittwoch, 11.1.2012
Duisburger Hausmannskost gegen Benjamin Voigt (Hamm)
Mit im Vergleich zum Sonntagsspiel magerer Hausmannskost holten die Füchse am Mittwoch beim vorgezogenen Spiel gegen die Hammer Eisbären die erwarteten 3 Punkte. Goalie Benjamin Voigt (Hamm) war bester Spieler und verhinderte eine deutlichere Niederlage seines Teams.
Nur im ersten Abschnitt konnten die Gäste halbwegs mithalten, als sich die Duisburger Reihen noch finden mussten. Durch wechselndes Personal war Trainer Fritzmeier erneut zu Umstellungen gezwungen, so musste bei nur 5 gelernten Defendern Stürmer Christoph Ziolkowski ebenso in der Verteidigung aushelfen wie manch anderer Stürmer mal auf jene Position rotierte (Hofland, Dennis Fischbuch). Entsprechend zerfahren wirkte manchmal das Spiel der Gastgeber, und es dauerte bis zur dritten Strafzeit gegen die Westfalen, dass sich auf der Anzeigetafel etwas änderte. Schmidt hatte mittig von der Blauen abgezogen, und Ohmann konnte den Abpraller ins lange Eck versenken (20. Min.).

Duisburg versuchte mit einigen Fehlpässen, den Gegner mitspielen zu lassen, doch die Eisbären kamen kaum ins Angriffsdrittel, ganz im Gegensatz zu den Füchsen. So konnten Huhn, Hanke und Ohmann in aller Ruhe die Scheibe mehrfach rund um das Tor spielen, ohne ernsthaft gestört oder gar vom Spielgerät getrennt zu werden. Der Abpraller wurde zur Linie befördert, wo Gogulla wartete. Nach der daraufhin frei im Torkreis liegenden Scheibe wurde von allen Seiten gestochert und gegriffen, dass eine kleine Rangelei entstand, in deren Verlauf der Hammer Potthoff seines Trikots verlustig ging. HSR Krawinkel schickte zwei der Kampfhähne für zwei Minuten zum Abkühlen, und ab da zogen die Gastgeber ein Powerplay auf, das fast die restliche Spieldauer anhielt, auch wenn es aktuell mit gleicher Spielerzahl weiterging. Ein Tor allerdings wollte in diesem Abschnitt nicht fallen. Was mit vier oder fünf Feldspielern nicht gelang, versuchten die Gäste dann mal mit sechs, doch das aufmerksame Publikum machte Spieler und Spielleiter lautstark auf den Zählfehler aufmerksam, sodass sich erneut ein Eisbär in der Kühlbox wiederfand. Hier allerdings muss erwähnt werden, dass in wirklicher Überzahl das Spiel der Duisburger nicht wirklich zwingend war.

Zwingend war jedoch der Flachschuss von Breitkreuz zu Beginn des Schlussabschnittes, den er von der Blauen durch die Beine des Goalies jagte (43.). Trotz einer Auszeit durch Gästetrainer Plate und offensichtliche Umstellung auf zwei Reihen änderte sich die Chancenverteilung nicht, und der Fuchs spulte sein Programm runter, konnte gar gegen Spielende eine weitere Überzahl zum dritten Treffer nutzen (Huhn, 58.). Das war gleichzeitig der Endstand. Enttäuscht hat in diesem Spiel ein wenig Diego Hofland, an dem das Spiel komplett vorbei lief und der eher wie ein Fremdkörper wirkte. Warum statt dessen Alex Preibisch auf der Bank saß und nicht einen Wechsel fuhr? Aber schon gut, dass nicht der gemeine Zuschauer die Trainer-Verantwortung trägt...
Nach diesem Spiel befinden sich die Füchse weiterhin im Soll, während die Eisbären noch immer ohne Punkte in der Zwischenrunde stehen. Duisburg hat jetzt zwei Auswärtsspiele vor der Brust (Frankfurt, Ratingen), Hamm empfängt am Sonntag die Ratinger Ice Aliens, die bisher auch noch keinen Zähler verbuchen konnten.
Das Spiel EV Füchse Duisburg – Hammer Eisbären 3:0 (1:0/0:0/2:0)
Tore: 1:0 (19:08) Ohmann (Schmidt) 5-4; 2:0 (42:28) Breitkreuz (Hauner, Strodel); 3:0 (57:29) Huhn (MacKay) 5-4
Strafen: 4:16
Schiedsrichter: Markus Krawinkel
Es spielten: EVD – Björn Linda – Thomas Ziolkowski, Markus Schmidt; Maik Klingsporn, Patrick Gogulla; Patrick Raaf-Effertz, Christoph Ziolkowski – Benjamin Hanke, Daniel Huhn, Mats Schöbel; Philipp Riefers, Marcel Ohmann, Matt MacKay; Norman Hauner, Manuel Strodel, Clarke Breitkreuz; Diego Hofland, Daniel Fischbuch, Dennis Fischbuch; Dennis Palka, Alex Preibisch (beide Bank)
Hamm – Benjamin Voigt – Maximilian Pohl, Nils Sondermann; Patrick Flasar, Nikolas Bitter; Tim Pietzko, Sebastian Licau – Malte Bergstermann, Pierre Klein, Christian Nieberle; Matthias Potthoff, Christian Gose, Jiri Svejda; Karan Moallim, Pierre Schulz, Robin Loecke; Marc Polter, Constantin Wichern
Best Players:
Benjamin Voigt (Hamm)
Marcel Ohmann (EVD)-
Die Fotos vom Oberliga-Spiel (Zwischenrunde) der Füchse gegen Hamm gibt es HIER
Sonntag, 8.Januar 2012
Füchse jagen Huskies aus der Halle
Im dritten Anlauf innerhalb von 16 Tagen hat es endlich geklappt: Die Duisburger Füchse besiegten die Kassel Huskies! Duisburg war über weite Strecken dominierend, ließ jedoch zwischen der 30. und 40. Spielminute die Gäste auf 6:5 herankommen, hatte aber im Schlussabschnitt das Spielgeschehen wieder besser unter Kontrolle und machte die wichtigen Tore Nr. 7 und 8 zum Endstand. Breitkreuz mit 3, Strodel mit 2 Treffern.
Die Füchse legten im zweiten Spiel der Zwischenrunde zügig los, besonders Breitkreuz hatte es eilig mit dem ersten Treffer (3. Min.), gegen die Gäste Valenti, Vorel, Reiss musste Linda im Füchsegehäuse klären. Doch wieder rappelte es hinter Ondraschek, diesmal hatte Schöbel seinen Kollegen Huhn am langen Pfosten bedient (8.),

Strodel durfte sich als nächster eintragen mit seinem Treffer passgenau in den Knick (14.), im zweiten Nachschuss zeichnete Breitkreuz für den 4. Duisburger Treffer verantwortlich (17.), alles bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis, denn HSR Heffler griff nicht ein Mal zum Pfeifchen im ersten Abschnitt. Dass Roedger kurz vor der Sirene ins lange Eck traf (19.), war zu diesem Zeitpunkt erstens etwas überraschend und zweitens nichts weiter als ein Schönheitsfleck. Das Nachlegen versäumten die Gäste nämlich (Koziol verpasste die leere Ecke).
Im mittleren Abschnitt hatten die Gäste Christ, Engel und Koziol die ersten Chancen, brachten die Scheibe aber nicht an Linda vorbei. Besser machten es die Gastgeber, auch wenn der Treffer erst nach Diskussion gegeben wurde, denn Marius Schmidt hatte das Spielgerät schnell bis vor das Tor getragen, wurde dann mit Goalie ins Tor geschoben, und irgendwie war auch der Puck hinter der Linie (Breitkreuz, 23.). Die erste Strafe wurde in der 27. Spielminute gepfiffen, doch im Powerplay der Füchse konnte gerade einmal ein missglückter Querpass von Breitkreuz auf Strodel vermerkt werden, ehe Strodel selbst auf die Strafbank geschickt wurde. Den vermehrten Platz auf dem Eis nutzte Thomas Ziolkowski zum zwischenzeitlichen 6:1 (28.). In der verbleibenden Reststrafzeit gegen Duisburg konnten sich die Huskies im Angriffsdrittel festsetzen, und bei wieder 5 gegen 5 war Koziol erfolgreich (30.).

Was dann folgte, glich einem Alptraum – kamen die Gäste doch binnen drei Minuten auf 6:4 heran (Engel, 32., Robitaille, 33.), und auf Duisburger Seite wollte nichts mehr klappen. So wurde auch Linda unsicherer, musste einen Schuss von Robitaille abprallen lassen und legte zu zögerlich die Hand auf die Scheibe vor ihm, dass ein Kasselaner schneller war, den Puck vorher weggespitzelt und um den Goalie herum in die Maschen schieben konnte (Valenti, 38.). Das Spiel drohte zu kippen, doch konnte der knappe Vorsprung in die Pause gerettet werden.
Zum Schlussabschnitt hatten die Füchse die Akkus wieder aufgeladen, konnten sich wieder vermehrt in Szene setzen, wenn auch es weitere 10 Minuten spannend hin und her ging. Zum Jubel der meisten Zuschauer konnten schließlich doch die Spieler um Kapitän Hrstka die Arme hochreißen, als Hauner die Scheibe in Überzahl über die Linie gestochert hatte (51.). Der Fisch war noch nicht gegessen, der Schlittenhund hatte noch nicht aufgegeben, und Linda musste gegen Christ, Roedger und Robitaille teils Kopf und Kragen riskieren.

Mit seinem zweiten Treffer des Abends machte Strodel humorlos von der Blauen alles klar (57.), zimmerte die Scheibe zum Endstand von 8:5 in die Maschen. Die letzten Minuten konnten ohne wirkliche Torgefahr heruntergespielt werden, dann war der erste Sieg im neuen Jahr eingefahren, und die Spieler durften sich von den Fans feiern lassen mit Humba und einem Tänzchen von Goalie Linda.
Das Spiel EV Duisburg gegen EJ Kassel 8:5 (4:1 / 2:4 / 2:0)
Tore: 1:0 (2:29) Breitkreuz (Strodel, Gogulla); 2:0 (7:48) Huhn (Schöbel, Hanke); 3:0 (13:04) Strodel (Breitkreuz, Gogulla); 4:0 (16:54) Breitkreuz (Strodel, Marius Schmidt); 4:1 (18:15) Roedger (Sikora, Valenti); 5:1 (22:12) Breitkreuz (Marius Schmidt, Strodel); 6:1 (27:36) T. Ziolkowski (C. Ziolkowski, Hauner) 4-4; 6:2 (29:50) Koziol (Engel, Mikesz); 6:3 (31:23) Engel (Christ, Sikora); 6:4 (32:57) Robitaille (Vorel, Koziol); 6:5 (37:43) Valenti (Roedger, Robitaille) 5-4; 7:5 (50:56) Hauner (C. Ziolkowski, Hrstka) 5-4; 8:5 (56:14) Strodel (Raaf-Effertz, Hanke)
Strafen: 4:6
Schiedsrichter: Zsolt Heffler
Zuschauer: 837
Es spielten: EVD – Björn Linda – Patrick Gogulla, Michael Hrstka; Thomas Ziolkowski, Markus Schmidt; Patrick Raaf-Effertz, Maik Klingsporn – Benjamin Hanke, Daniel Huhn, Mats Schöbel; Norman Hauner, Dennis Palka, Christoph Ziolkowski; Marius Schmidt, Manuel Strodel, Clarke Breitkreuz; Daniel Fischbuch, Dennis Fischbuch, Alex Preibisch; Denis Forminych
Kassel – Adam Ondraschek – Sven Valenti, Emanuel Grund; Stéphane Robitaille, Daniel Reiss; Alexander Engel, Semen Glusanok; Nils Hilgenberg – Michael Christ, Petr Sikora, Marc Roedger; Artjom Kostyrev, Marek Vorel, Christoph Koziol; Florian Böhm, Jiri Mikesz, Patrick Berendt
Die Fotos vom Oberliga-Spiel (Zwischenrunde) der Füchse gegen Kassel gibt es HIER
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